09/06/2026
Der Sommer kommt – habt ihr den richtigen Sonnenschutz für euren Hauttyp?
Das ist eine Frage, die wir in der Praxis ab Mai regelmäßig gestellt bekommen – und die Antwort ist nicht für alle gleich. Deshalb hier ein kleiner Überblick, was wirklich wichtig ist:
Welcher Hauttyp bin ich?
🔆 Typ 1–2 – sehr helle Haut, oft rotblond oder blond, Sommersprossen, wird schnell rot und kaum braun: LSF 50+, alle 2 Stunden nachcremen, Mittagssonne meiden.
🔆 Typ 3–4 – mittelhelle bis olivfarbene Haut, wird langsam braun, verbrennt seltener: LSF 20–30 als Minimum. Kein Sonnenschutz bedeutet aber auch hier: keine unbegrenzte Schutzzeit.
Was viele nicht wissen: UV-A und UV-B sind nicht dasselbe
Der LSF schützt hauptsächlich vor UV-B – also vor dem Sonnenbrand. UV-A-Strahlung dringt tiefer in die Haut ein und ist mitverantwortlich für Hautalterung und Hautkrebsrisiko. Achtet deshalb auf Produkte mit dem UVA-Kreis-Symbol auf der Verpackung – das bedeutet Breitbandschutz.
Gerade im Allgäu gilt: eine Nummer höher denken
Wer viel in den Bergen unterwegs ist, sollte wissen: Pro 1000 Höhenmeter steigt die UV-Belastung um ca. 10–12 %. Was im Tal LSF 30 rechtfertigt, braucht auf 1500 Metern mindestens LSF 50.
Und nach dem Schwimmen?
Sonnenschutz muss nach dem Baden sofort neu aufgetragen werden – auch wenn „wasserfest" auf der Verpackung steht.
Hautkrebs – und warum Vorsorge lohnt
Hautkrebs ist die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Die gute Nachricht: Er gehört auch zu den am besten vermeidbaren – und am besten behandelbaren, wenn er früh erkannt wird. Ab 35 Jahren ist die Hautkrebsvorsorge beim Hausarzt alle zwei Jahre Kassenleistung. Einfach beim nächsten Termin ansprechen.
Habt ihr euren letzten Hautcheck schon gemacht?