29/06/2026
Bei der Fortbildungsveranstaltung auf Einladung von Prof. Dr. Florian Schütz, Chefarzt unserer Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, hatte Dr. Cleo Walz, Oberärztin vom Institut für Rechtsmedizin, am Mittwochabend das erste Wort. Gemeinsam mit Sozialpädagogin Lena Biedermann vom Frauenhaus Speyer und Dr. Laura Thurmann vom Frauennotruf Speyer informierte sie über das landesweite Projekt „Vertrauliche Hilfe nach Gewalt" und das Hilfesystem vor Ort. Die Gynäkologische Ambulanz und die IZA unseres Krankenhauses sind Anlaufstellen für Betroffene sexualisierter und häuslicher Gewalt. „Wir können Betroffene an jedem Tag rund um die Uhr vertraulich medizinisch versorgen und können die körperlichen Spuren der Tat gerichtsfest sichern", informiert Prof. Dr. Florian Schütz die niedergelassenen Kolleg:innen.
Prof. Dr. Ruben Kuon von der Universitätsfrauenklinik Heidelberg beschäftigte sich in seinem Vortrag mit dem zentralen Hormon der Schwangerschaft, dem Progesteron. Er setzte sich mit der Frage auseinander, inwiefern eine Therapie mit Progesteron zur Prävention von Fehl- und Frühgeburten hilfreich wirken kann.
Prof. Dr. med. Karsten Münstedt vom Ortenau Klinikum Offenburg-Kehl referierte über nachweisliche Erfolge der HPV-Impfung, um Gebärmutterhalskrebs zu verhindern. Bei der Gruppe der 12- bis 13-Jährigen liegen die Erfolge der Impfprävention bei 87 Prozent. Ferner erläuterte er ein Therapieangebot für eine vaginale Gesundheit durch Laktobazillen.
Abschließend setzte sich Funktionsoberärztin Dr. med. Isabel Spielhaupter vom Urogynäkologieteam unseres Krankenhauses mit verschiedenen Stadien von Harninkontinenz auseinander. Insbesondere stellte sie das konservative und operative Therapieangebot am urogynäkologischen Zentrum unseres Hauses den niedergelassenen Kollegen vor, sodass die hier initiierte Behandlung optimal ambulant fortgeführt werden kann.
Ein herzliches Dankeschön an alle teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte für den konstruktiven Austausch der Hitze zum Trotz.