06/09/2026
Verdacht auf Burnout, ADHS, beginnende Angststörung: Das höre ich in der Praxis öfter als mir lieb ist. Manchmal stimmt keine dieser Einschätzungen. Manchmal stimmt nur die Hälfte davon.
Die Perimenopause tarnt sich gut. Sie nutzt Symptome mit längst etablierten eigenen Namen. Genau das macht sie so oft unsichtbar.
1. Muster: Bei Konzentrationsstörungen und Brainfog steht oft der Verdacht auf ADHS im Raum. Der Unterschied liegt im Zeitpunkt. ADHS beginnt in der Kindheit. Die Diagnose kommt oft erst spät, der Beginn liegt trotzdem Jahrzehnte zurück. Perimenopause-Brainfog taucht dagegen erstmals in der Lebensmitte auf, meist zusammen mit anderen Zeichen wie Zyklusveränderungen oder Hitzewallungen.
2. Muster: Bei Erschöpfung ohne Erholung steht oft der Verdacht auf Burnout im Raum. Diese Einschätzung trifft die Erschöpfung selbst meistens ziemlich genau. Die Behandlung bleibt trotzdem oft unvollständig. Burnout-Therapie zielt meist auf Pause und Entlastung. Die perimenopausale Wechselwirkung zwischen Nebenniere und Eierstöcken bleibt dabei oft außen vor. Ein flaches Cortisol-Tagesprofil zeigt sich in keinem Standard-Blutbild.
3. Muster: Bei Herzrasen und Panikattacken steht oft der Verdacht auf eine Angststörung im Raum. Der Grund liegt häufig im schwankenden Progesteron, nicht in der Psyche.
Alle drei Muster haben eins gemeinsam. Ein einzelnes Symptom bekommt einen eigenen Namen. Die Frage nach dem Ursprung kommt selten zuerst.
Genau diese Frage stellen wir im Tiefgang zuerst. Labor, Ayurveda-Konstitution und Human Design ergeben zusammen ein Bild. Der Ursprung kommt vor dem nächsten Namen für ein Symptom.
Welches dieser drei Muster kennst du aus deinem eigenen Alltag?
Schreib mir TRIO in die Kommentare. Ich schick dir den Link zum Selbsttest.