03/09/2026
Ich weiß ziemlich genau, woher mein „Ja“ manchmal kommt.
Und trotzdem sage ich es hin und wieder, obwohl ich eigentlich Nein meine.
Ich liebe meine Töchter.
Ich liebe meine fünf Enkelkinder.
Und ich verbringe wirklich gerne Zeit mit ihnen.
Und dann kommt eine Frage wie:
„Mama, kannst du hüten?“
Manchmal passt es wunderbar.
Und manchmal merke ich eigentlich schon:
Heute möchte ich nicht.
Heute brauche ich die Zeit für mich.
Heute sind meine Reserven einfach woanders.
Und trotzdem tauchen diese kleinen Sätze auf:
„Deine Tochter hat doch so viel um die Ohren.“
„Stell dich nicht so an.“
„Du liebst die Kinder doch.“
Und irgendwo darunter sitzt vielleicht noch dieser viel ältere Gedanke:
Wenn ich für andere da bin, werde ich geliebt.
Ich kenne diesen Glaubenssatz.
Ich kenne meine Trigger.
Ich habe sie verstanden.
Und trotzdem erwischen sie mich manchmal noch.
Denn etwas zu verstehen und in genau dem Moment, in dem die Emotion hochkommt, anders zu handeln, das sind zwei verschiedene Paar Stiefel.
Heute gelingt mir das viel besser als früher.
Aber eben nicht immer.
Und vielleicht ist genau das die Erinnerung, die ich dir mit diesem Reel dalassen möchte:
Du musst nicht erst perfekt in deinen Grenzen sein, um sie ernst nehmen zu dürfen.
Kennst du dieses Ja, bei dem du eigentlich schon beim Aussprechen spürst, dass du lieber Nein gesagt hättest?
Erzähl es mir gerne in den Kommentaren. 🤍
Von Herz zu Herz
Nicole