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Wann zur Augen-Vorsorgeuntersuchung?Gutes Sehen ist ein wichtiger Teil der Lebensqualität. Viele Augenerkrankungen entwi...
15/06/2026

Wann zur Augen-Vorsorgeuntersuchung?

Gutes Sehen ist ein wichtiger Teil der Lebensqualität. Viele Augenerkrankungen entwickeln sich jedoch schleichend und verursachen anfangs keine Beschwerden. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt können helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen – bevor das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigt wird.

Vorsorge beginnt schon im Kindesalter

Bei Kindern geht es vor allem darum, Sehschwächen oder Schielen früh zu erkennen. Bleiben solche Probleme unbehandelt, kann sich eine sogenannte Amblyopie entwickeln – eine Sehschwäche, bei der ein Auge nicht richtig sehen lernt. Denn je früher Sehprobleme behandelt werden, desto besser sind die Chancen für eine normale Sehentwicklung. Bei erhöhtem Risiko, zum Beispiel familiären Augenerkrankungen oder Frühgeburt, kann eine augenärztliche Untersuchung bereits im Säuglingsalter sinnvoll sein. Für alle Kinder wird eine Kontrolle im Kleinkindalter empfohlen.

Ab 40 Jahren: Glaukom und Sehfähigkeit im Blick behalten

Ab etwa dem 40. Lebensjahr steigt das Risiko für bestimmte Augenerkrankungen, besonders für den Grünen Star, auch Glaukom genannt. Dabei kann der Sehnerv geschädigt werden, ohne dass Betroffene es zunächst bemerken. Wichtig ist: Eine reine Augeninnendruckmessung reicht für eine vollständige Glaukom-Vorsorge nicht aus. Entscheidend ist immer auch die Beurteilung des Sehnervs.

Auch für Verkehrsteilnehmer kann ein Augenarzt-Check ab 40 sinnvoll sein, da sich Sehschärfe, Kontrastsehen oder Blendempfindlichkeit verändern können.

Risikofaktoren: Wer früher oder häufiger gehen sollte

Frühere oder engmaschigere Kontrollen sind sinnvoll bei:

Diabetes mellitus,

Bluthochdruck oder Gefäßerkrankungen,

familiärer Vorbelastung für Glaukom oder Netzhauterkrankungen,

stärkerer Kurzsichtigkeit,

langfristiger Einnahme bestimmter Medikamente, etwa Kortison,

bereits bekannten Augenerkrankungen.

Bei Diabetes sind regelmäßige Netzhautkontrollen besonders wichtig, da diabetische Veränderungen lange unbemerkt bleiben können. Bei stärkerer Kurzsichtigkeit kann außerdem eine Netzhautuntersuchung sinnvoll sein, um Risiken wie Netzhautlöcher oder Netzhautablösungen frühzeitig zu erkennen.

Ab 60 Jahren: Netzhaut und Makula kontrollieren

Ab etwa dem 60. Lebensjahr rücken altersbedingte Erkrankungen wie die Makuladegeneration stärker in den Fokus. Sie kann das zentrale Sehen beeinträchtigen und sollte früh erkannt werden.

Bei Beschwerden nicht abwarten

Plötzliche Sehverschlechterung, Lichtblitze, Schatten im Gesichtsfeld, verzerrtes Sehen, Doppelbilder oder starke Augenschmerzen sollten zeitnah augenärztlich abgeklärt werden. Vorsorge ersetzt keine Garantie für dauerhaft gutes Sehen. Sie kann aber helfen, Erkrankungen früher zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen -www.staude.de

Stillen beginnt nicht immer so leicht, wie viele es sich wünschen. – dabei brauchen Körper und Baby oft einfach etwas Ze...
15/06/2026

Stillen beginnt nicht immer so leicht, wie viele es sich wünschen.
– dabei brauchen Körper und Baby oft einfach etwas Zeit, um sich aufeinander einzuspielen.
Ruhe, häufiges Anlegen, Nähe und Unterstützung können den Stillstart positiv begleiten.
Und manchmal darf auch eine sanfte pflanzliche Unterstützung helfen, die Milchbildung anzuregen.
– jede Mama und ihr Baby finden ihren eigenen Weg. 🤍


Sonnenschutz für KinderSchatten, Shirt oder Sonnencreme - was schützt Kinder im Sommer am besten? Hier erfährst du, waru...
13/06/2026

Sonnenschutz für Kinder

Schatten, Shirt oder Sonnencreme - was schützt Kinder im Sommer am besten? Hier erfährst du, warum es auf die richtige Kombination ankommt, was der UV-Index verrät und weshalb Babys besonderen Schutz brauchen.

Sonne auf der Nase, Sand an den Füßen, Wasser in Sichtweite – für Kinder klingt das nach perfekten Ferien. Gleichzeitig fordert die Sonne ihre Haut ganz schön heraus. Sie ist dünner und empfindlicher als bei Erwachsenen und reagiert schneller auf UV-Strahlen. Vor allem Sonnenbrände sollen in Kindheit und Jugend möglichst nie passieren. Die Haut vergisst nichts und zu viel UV-Strahlung in jungen Jahren erhöht das Risiko für spätere Schäden.

Schatten sticht Sonne

Die wichtigste Regel klingt unspektakulär, wirkt aber am besten: Schatten schlägt Sonnencreme. Gerade Babys sollen gar nicht erst in die direkte Sonne. Im ersten Lebensjahr stehen Sonnenschirm, luftige Kleidung, ein Hut mit Nackenschutz und ein geschützter Platz im Vordergrund. Sonnencreme ersetzt Kleidung und Schatten nicht.

Cappy, Creme, clever kombiniert

Auch bei größeren Kindern bleiben Sonnenschutzmittel Team­player, nicht Solokünstler. Ein T-Shirt, ein Hut oder Cappy, Pausen im Schatten und Sonnenschutz zum Auftragen ergänzen sich ideal. Ob als Milch, Lotion oder Spray – sie schützen alle Stellen, die frei bleiben, und gehören deshalb unbedingt dazu. Für Kinder eignen sich Produkte mit hohem Lichtschutzfaktor sowie Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen, mindestens LSF 30. Im Hochsommer, am Meer, im Gebirge oder am Wasser darf es ruhig mehr sein. Denn genau dort legt die Sonne oft einen Zahn zu. Sand, Wasser und Höhe verstärken die UV-Strahlung zusätzlich.

Ab jetzt wird’s ernst

Ein guter Orientierungspunkt ist der UV-Index. Schon ab einem Wert von 3 lohnt sich Sonnenschutz. Steigt der Wert hoch an, sind längere Aufenthalte in der Sonne keine gute Idee mehr. Gerade rund um die Mittagszeit ist die Strahlung besonders intensiv – jetzt tut eine Pause im Schatten gut. Auch wenn Wolken den Himmel bedecken, bleibt die UV-Strahlung aktiv. Die Haut bekommt also mehr ab, als viele vermuten.

Leicht zu vergessen und doch wichtig: Auch Kinderaugen brauchen Schutz. Eine Sonnenbrille mit gutem UV-Filter gehört deshalb ins Feriengepäck. So bleibt vom Sommertag genau das hängen, was hängen bleiben soll: Eisflecken am T-Shirt, Sand an den Füßen und gute Laune – aber bitte kein Sonnenbrand.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern - leserservice.sud-verlag.de

Mehr Leichtigkeit. Mehr Vitalität. Bewusste Gewohnheiten wie Bewegung, ausreichend Wasser und eine ausgewogene Ernährung...
12/06/2026

Mehr Leichtigkeit. Mehr Vitalität.

Bewusste Gewohnheiten wie Bewegung, ausreichend Wasser und eine ausgewogene Ernährung schaffen die Basis für dein Wohlbefinden. 🌿

Spüre die Kraft deiner täglichen Routinen – Tag für Tag.

Pickel-Alarm? Hautpflege bei AkneUnreine Haut ist bei Jugendlichen weit verbreitet. Vor allem Akne kann belastend sein –...
10/06/2026

Pickel-Alarm? Hautpflege bei Akne

Unreine Haut ist bei Jugendlichen weit verbreitet. Vor allem Akne kann belastend sein – körperlich und seelisch. Die gute Nachricht: Es gibt Wege, um die Haut wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

An manchen Tagen wird jeder Blick in den Spiegel zur Mutprobe. Und garantiert sprießen die Pickel wie­der genau dann, wenn man sie am aller­wenigsten gebrauchen kann! Ob Termin fürs Klassenfoto, Vorstel­lungs­ge­spräch fürs Praktikum oder gar das erste Date – Akne verdirbt einfach alles. Da ist es nur ein schwacher Trost, dass kaum jemand von den lästigen Pickeln verschont bleibt: Etwa 70 bis 95 Prozent aller Jugendlichen bekommen irgendwann in der Pubertät Akne. Und das ist viel mehr als nur ein Hautproblem. Die Pickel belasten auch das Selbstbewusstsein, die Seele leidet.

Warum Pickel entstehen

In der Pubertät stellen die Hormone vieles auf den Kopf – auch die Haut. Androgene kurbeln die Talgdrüsen an, mehr Hautfett zu produzieren. Wenn dieses Fett zusammen mit verhornten Hautzellen die Poren verstopft, entstehen Mitesser. Entzünden sich diese, entwickeln sich Pickel oder Pusteln. Besonders betroffen sind Gesicht, Rücken, Brust und Schultern.

Akne ist nicht gleich Akne

Hautärzte unterscheiden verschiedene Formen der Akne. Bei der leichten, nicht entzündlichen Form bilden sich weiße (geschlossene) oder schwarze (offene) Mitesser. Die Verfärbung liegt übrigens nicht an Schmutz – Akne hat rein gar nichts mit mangelnder Hygiene zu tun – sondern am Hautfarbstoff Melanin, der sich mit dem Sauerstoff in der Luft verbindet. Mittelschwere Akne macht sich mit deutlich mehr Pickeln bemerkbar, stärker entzündete Knötchen werden als Papeln oder Pusteln mit Eiteransammlung bezeichnet. Bei schweren Formen zeigen sich sehr viele Papeln und Pusteln sowie größere Knoten; nach dem Abheilen bleiben häufig Aknenarben zurück.

Hilfe zur Selbsthilfe

Eine konsequente Hautpflege ist der erste Schritt im Kampf gegen Akne. Lauwarmes Wasser und milde, seifenfreie Produkte mit einem pH-Wert von 5,5 reinigen die Haut sanft. Zur Pflege eignen sich fettfreie, feuchtigkeitsspendende Gele und Lotionen. Am besten lässt du dich in deiner Apotheke vor Ort zu Pflegeserien und Make-up beraten. Wichtig in puncto Pflege ist der Sonnenschutz – auch hier am besten fettfreie Produkte wählen. Aus der Apotheke der Natur kann verdünntes Teebaumöl helfen (ein Tropfen auf einen Teelöffel Wasser), das auf ­be­troffene Stellen aufgetupft wird. Kamillen-Dampfbäder und Heilerde-Masken wirken hautberuhigend. Auch wenn es schwerfällt – Pickel nicht ausdrücken, das verschlimmert Entzündungen und fördert Narben. Überlasse dies unbedingt Fach­leuten, die im medizinischen Kosmetikstudio oder der Hautarztpraxis eine sogenannte Aknetoilette durchführen können.

Medizinische Unterstützung

Schwere Akne ist ein Fall für Dermatologen. Sie können unter anderem mit verschreibungspflichtigen Cremes, die beispielsweise Retinoide enthalten, und Antibiotika helfen. Junge Frauen profitieren manchmal von der Einnahme ­eines bestimmten Antibabypillen-Präparats. Gut zu wissen: Die Erfolge solcher Behandlungen werden oft erst nach einigen Wochen oder Monaten sichtbar. Dranbleiben lohnt sich also!

Was sonst noch nutzt

Auch wenn Akne nicht allein ernährungsbedingt ist, solltest du deine Essgewohnheiten überprüfen. So können zuckerreiche Lebensmittel und Fast Food die Talgproduktion anregen. Milchprodukte zu reduzieren, kann ebenfalls einen Versuch wert sein. Bevorzuge reichlich frisches Gemüse und Obst und trinke etwa zwei Liter Wasser täglich. Ob zwischen Rauchen und Akne ein Zusammenhang besteht, ist noch unklar – den Glimmstängel endgültig auszudrücken, ist aber immer ein Vorteil für die Gesundheit.

Fazit: Mit konsequenter Pflege, professi­oneller Hilfe und ein wenig Geduld kann sich das Hautbild deutlich bessern – für einen wieder selbstbewussten Blick in den Spiegel.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern - leserservice.sud-verlag.de

Mehr Balance an besonderen Tagen!Magnesium, Vitamin B6 und Ingwer begleiten dich sanft durch die Zeit deiner Periode – f...
09/06/2026

Mehr Balance an besonderen Tagen!
Magnesium, Vitamin B6 und Ingwer begleiten dich sanft durch die Zeit deiner Periode – für mehr Wohlgefühl im Alltag. 🌸

Warum schlechter Schlaf den Zahnhalteapparat schädigen kannGuter Schlaf ist wichtig für Konzentration, Erholung und das ...
07/06/2026

Warum schlechter Schlaf den Zahnhalteapparat schädigen kann

Guter Schlaf ist wichtig für Konzentration, Erholung und das allgemeine Wohlbefinden. Weniger bekannt ist: Auch Zahnfleisch und Zahnhalteapparat können unter dauerhaft schlechtem Schlaf leiden.

Der Zahnhalteapparat (Parodontium) besteht aus Zahnfleisch, Kieferknochen, Wurzelhaut und weiteren Strukturen, die den Zahn fest im Kiefer verankern. Wird dieses empfindliche System regelmäßig belastet, kann das Entzündungen begünstigen und bestehende Beschwerden verstärken.

Schlaf und Immunsystem: Warum Erholung auch das Zahnfleisch schützt

Während des Schlafs laufen im Körper wichtige Reparatur- und Regenerationsprozesse ab. Das Immunsystem nutzt diese Ruhephase, um Entzündungen zu regulieren und Krankheitserreger besser abzuwehren. Bei chronischem Schlafmangel kann die körpereigene Abwehr beeinträchtigt sein. Dadurch können entzündliche Prozesse im Zahnfleisch leichter entstehen oder länger bestehen bleiben.

Besonders relevant ist das bei einer Parodontitis, einer entzündlichen Erkrankung des Zahnhalteapparats. Sie wird durch bakterielle Beläge ausgelöst, ihr Verlauf wird jedoch auch von der individuellen Abwehr- und Entzündungsreaktion des Körpers beeinflusst. Dauerhafter Stress und schlechte Erholung können dieses Gleichgewicht stören und Beschwerden wie Zahnfleischbluten, Zahnfleischrückgang oder Zahnlockerungen begünstigen.

Bruxismus: Wenn die Zähne nachts unter Druck geraten

Viele Menschen pressen oder knirschen im Schlaf mit den Zähnen, ohne es zu bemerken. Dieser sogenannte Bruxismus kann durch Stress, innere Anspannung oder Schlafstörungen verstärkt werden. Dabei wirken enorme Kräfte auf Zähne, Kaumuskulatur und Zahnhalteapparat.

Mögliche Hinweise auf nächtliches Knirschen oder Pressen sind:

- verspannte Kaumuskeln am Morgen,
- Kopfschmerzen oder Kiefergelenksbeschwerden,
- abgeschliffene Zahnflächen,
- empfindliche Zähne,
- Druckgefühl an einzelnen Zähnen.

Für den Zahnhalteapparat bedeutet Bruxismus eine dauerhafte mechanische Belastung. Ist er bereits durch eine Parodontitis geschwächt, können starke Kaukräfte durch Pressen oder Knirschen die betroffenen Zähne zusätzlich belasten und bestehende parodontale Probleme verstärken.

Mundtrockenheit: Weniger Speichel, mehr Risiko

Schlechter Schlaf kann mit Mundatmung einhergehen, zum Beispiel bei Schnarchen, verstopfter Nase oder schlafbezogenen Atmungsstörungen. Wer nachts überwiegend durch den Mund atmet, trocknet die Mundschleimhaut stärker aus. Auch bestimmte Medikamente oder zu wenig Flüssigkeit können Mundtrockenheit verstärken.

Speichel ist jedoch ein wichtiger Schutzfaktor. Er spült Speisereste und Bakterien weg, neutralisiert Säuren und unterstützt die natürliche Balance der Mundflora. Fehlt dieser Schutz über viele Stunden, können bakterielle Beläge leichter entstehen. Das erhöht das Risiko für Karies, Zahnfleischentzündungen und Mundgeruch.

Atmungsprobleme im Schlaf ernst nehmen

Schnarchen, Atemaussetzer oder das Gefühl, morgens nicht erholt zu sein, sollten nicht einfach hingenommen werden. Schlafbezogene Atmungsstörungen können den gesamten Körper belasten. Sie stehen häufig mit Sauerstoffmangel, erhöhtem Stressniveau und nächtlicher Mundatmung in Verbindung – alles Faktoren, die auch die Mundgesundheit beeinflussen können.

Bei Verdacht auf Schlafapnoe oder wiederkehrende Atemaussetzer sollte zusätzlich eine ärztliche oder schlafmedizinische Abklärung erfolgen.

Was Patientinnen und Patienten tun können

Wer schlecht schläft und gleichzeitig Zahnfleischbluten, lockere Zähne, häufige Mundtrockenheit oder Kieferbeschwerden bemerkt, sollte dies zahnärztlich abklären lassen. Eine Untersuchung kann zeigen, ob der Zahnhalteapparat bereits belastet ist. Je nach Ursache können eine Parodontitisbehandlung, eine Knirscherschiene, Tipps zur Mundhygiene oder die Abklärung von Schlaf- und Atemproblemen sinnvoll sein.

Gesunder Schlaf ersetzt keine Zahnpflege, aber er kann ein wichtiger Baustein sein, damit Zahnfleisch und Zahnhalteapparat stabil bleiben.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen - www.staude.de

Linke Hände - 5 MythenWas haben Berühmtheiten­ wie Julia Roberts, Barack Obama ­und Henry Maske gemeinsam? Sie sind Link...
04/06/2026

Linke Hände - 5 Mythen

Was haben Berühmtheiten­ wie Julia Roberts, Barack Obama ­und Henry Maske gemeinsam? Sie sind Linkshänder. Doch gelten sie deshalb als intelligenter, kreativer oder sportlicher ­als Rechtshänder? Über »Lefties« kursieren allerhand Mythen. Was davon ist wahr und was ist falsch?

Mythos 1
Linkshänder sind künstlerisch begabt.

Die Behauptung hält sich wacker. Schließlich wird sie gestützt durch große Namen wie Mozart, Picasso oder auch Jimi Hendrix und Karl Lagerfeld – allesamt Linkshänder und herausragend kreative Köpfe.

Noch dazu geht die Wissenschaft davon aus, dass bei Sinistralität, so der Fachbegriff für Linkshändigkeit, die rechte Hirnhälfte dominiert. Sie steht unter anderem für Kreativität und Empathie. Ist die linke Hand aktiv, kommt unser bildhaftes Denken in Schwung. Daher sagt man Linkshändern mehr Fantasie und Feingefühl nach. Rechtshänder hingegen, bei denen die linke Hemisphäre stärker ausgeprägt ist, gelten als Analytiker, die praktisch an die Sachen herangehen.

Nichtsdestotrotz ist die Präferenz für die linke Hand keine Garantie für künstlerische Begabung – dafür spielen durchaus mehr Faktoren eine Rolle.

Mythos 2
Linkshänder haben einen höheren IQ.

Albert Einstein, Issac Newton und Leonardo da Vinci – als Geistesgrößen sind sie in die Geschichte eingegangen. Und sie schrieben ihre Werke mit links. Zufall? Ja, meint einer der weltweit bekanntesten Händigkeitsforscher Chris McManus vom University College London. Bei 11.000 untersuchten Links- und Rechtshändern war der durchschnittliche Intelligenzquotient nahezu identisch – auf den ersten Blick. Denn sobald er seinen Fokus auf die Extreme warf, stellte sich heraus, dass es sowohl bei den Hochbegabten als auch bei Leistungsschwachen auffallend viele Linkshänder gab. Übrigens war auch der Serienmörder Jack the Ripper ein Linkstäter. Die Bandbreite scheint also groß zu sein.

Mythos 3
Linkshänder sind tolpatschig.

Nicht unbedingt. Trotzdem seien sie überproportional in Unfälle verwickelt. Warum? Das erklärt der Biopsychologe und Co-Autor der Linkshänder-Studie an der MSH Medical School Hamburg, Sebastian Ocklenburg, so: »Unsere Welt ist auf Rechtshänder ausgerichtet, insbesondere bei Maschinen, Apparaturen und Arbeitsgeräten. Alarmknöpfe in der Industrie sind häufig rechts platziert.«

Und dass sich linkshändige Kinder schwertun, haptische Fertigkeiten wie Stricken, Häkeln, Schleifebinden zu lernen, liegt nicht daran, dass sie sprichwörtlich zwei linke Hände haben. Sondern: Ihre »Lehrer« sind meistens Rechtshänder. Zum Basteln sollten Eltern ihren kleinen »Lefties« eine Linkshänderschere besorgen. Glücklicherweise hat sich inzwischen ein Markt dafür entwickelt. Sogenannte Linkshänderläden bieten Menschen, die alles mit links machen, eine ganze Reihe an Alltagshelfern an. Vom Dosenöffner, Füller bis zur PC-Maus gibt es kaum noch einen Gegenstand, der nicht auf links gedreht wurde.

Mythos 4
Linkshänder sind die besseren Sportler.

Nein, das muss nicht sein. Aber sie ­haben gewisse Vorteile. Denn welcher rechtshändige Gegner rechnet schon mit einem Schlag von links? Diesen Überraschungseffekt können sich Links­händer zunutze machen. Bestes Beispiel: Timo Boll, mehrfacher Olympia- und Europameister im Tischtennis. Kaum jemand konnte seine linke Rückhand kontern.

Mythos 5
Linkshändigkeit liegt in den Genen.

Das stimmt. Ein spezielles Gen dafür gibt es zwar nicht, doch Linkshändigkeit ist angeboren und vererbbar – und zwar zu mehr als 25 Prozent. Interessant ist, dass laut Studien auch andere Faktoren eine Rolle spielen, etwa die Jahreszeit, in die wir hineingeboren werden. Manche Wissenschaftler vermuten sogar einen Zusammenhang mit dem Geburtsgewicht und dem Geschlecht. Demnach sollen leichte Babys und vorrangig Jungs, die im Winter Geburtstag haben, die Neigung zur Sini­stralität haben.

Mit etwa zehn Prozent sind Linkshänder zwar gesellschaftlich in der Unterzahl, doch längst keine »Linkischen« mehr. Die erzwungene Umschulung zur Rechts­händigkeit ist seit den 1990er-Jahren zum Glück vorbei und gilt heute juristisch gesehen als Körperverletzung.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern - leserservice.sud-verlag.de

Während du schläfst, arbeitet dein Körper auf Hochtouren, unterstützt deinen Körper dabei.Schlaf dich schön – von innen ...
04/06/2026

Während du schläfst,
arbeitet dein Körper auf Hochtouren, unterstützt deinen Körper dabei.
Schlaf dich schön – von innen heraus.🌙

Deine Flora ist ein sensibles Gleichgewicht, das durch Stress, Antibiotika, hormonelle Veränderungen oder den Alltag bee...
01/06/2026

Deine Flora ist ein sensibles Gleichgewicht, das durch Stress, Antibiotika, hormonelle Veränderungen oder den Alltag beeinflusst werden kann.

Gezielt ausgewählte Mikrobiotika mit humanen Milchsäurebakterienstämmen können dabei helfen, die natürliche Balance der Flora zu unterstützen. Ergänzendes Biotin trägt zusätzlich zum Erhalt gesunder Schleimhäute bei. 💗

Für mehr Wohlbefinden und Balance von innen heraus. 🌸

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