Osteopathie Quehenberger

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Osteopathie Quehenberger Schwerpunkt Frauenheilkunde & Kinder
Schwangerschaft · Geburt · Wochenbett
Säuglinge · Kinder · Erwachsene
📍 Traunstein
Termine & Infos ↓

In meiner atmosphärischen Praxis steht mein Patient*In im Mittelpunkt. Meine Spezialisierung liegt in der Frauen- und Kinderheilkunde. Ich liebe das Lernen und Lehren. Als Dozent am DOK darf ich die angehenden Osteopath*Innen auf deren Weg begleiten. In meiner Freizeit liebe ich es die Zeit mit meiner Familie zu verbringen und erhole mich bei sportlichen Aktivitäten.

13/10/2026

Deine Hände oder Füße sind oft kalt, obwohl dir insgesamt gar nicht kalt ist?

Das hat viel mit der Regulation der kleinen Blutgefäße zu tun. Wenn der Körper Wärme im Zentrum halten möchte, verengen sich Gefäße in der Peripherie. Dann gelangt weniger warmes Blut in Finger und Zehen.

Diese Gefäßweite wird unter anderem vom autonomen Nervensystem gesteuert. Stress, Kälte, Müdigkeit oder eine ausgeprägte Gefäßreaktion können deshalb dazu führen, dass Hände und Füße schneller auskühlen.

Wichtig: Kalte Hände oder Füße allein sind nicht automatisch krankhaft. Bei deutlichen Farbveränderungen, Schmerzen, Taubheit oder starken Seitenunterschieden sollte man genauer hinschauen.

12/10/2026

MYTHOS MONDAY – Frauenheilkunde

„Eine PDA nimmt nur die Schmerzen und beeinflusst die Geburt ansonsten nicht.“

So einfach ist es nicht.

Eine Periduralanästhesie (PDA) kann während der Geburt eine wichtige und wirksame Schmerzlinderung ermöglichen. Sie beeinflusst aber möglicherweise mehr als nur die Schmerzwahrnehmung.

Auch das Druckgefühl, der Pressdrang und – abhängig von der Dosierung – die Beweglichkeit können verändert werden.

Warum ist das für den Beckenboden wichtig?

Während der Austreibungsphase müssen Gebärmutter, Bauchwand, Zwerchfell und Beckenboden zusammenarbeiten. Gleichzeitig muss sich der Beckenboden an das Tiefertreten des Kindes anpassen.

Studien zeigen, dass eine PDA die Austreibungsphase verlängern kann. Bei älteren, höher dosierten Verfahren wurden außerdem häufiger instrumentelle Geburten beobachtet.

Gerade Geburten mit Saugglocke oder Zange sind mit einem erhöhten Risiko für bestimmte schwere Damm- und Schließmuskelverletzungen verbunden.

Aber hier müssen wir wissenschaftlich sauber unterscheiden:

Eine PDA verursacht nicht automatisch Geburtsverletzungen. Auch ein genereller Anstieg schwerer Dammverletzungen durch die PDA ist nicht eindeutig nachgewiesen.

Aus osteopathischer Sicht interessieren mich besonders die Bewegungsfreiheit, die Druckregulation und das funktionelle Zusammenspiel von Bauchwand und Beckenboden.

Mein Standpunkt:

Eine PDA ist weder grundsätzlich schlecht noch eine Maßnahme ohne mögliche Nebenwirkungen.

Sie sollte bewusst eingesetzt werden – mit verständlicher Aufklärung über Nutzen, Risiken und Alternativen sowie unter Berücksichtigung der Wünsche der Frau.

Denn gute Geburtshilfe bedeutet nicht nur Schmerzlinderung, sondern auch, die Physiologie der Geburt und die Selbstbestimmung der Frau ernst zu nehmen.

10/10/2026

Dein Baby schaut immer nur zu einer Seite? 👶

Viele Babys entwickeln in den ersten Lebenswochen eine bevorzugte Kopfseite. Das ist nicht automatisch eine Blockade oder ein behandlungsbedürftiges Problem.

Entscheidend ist, ob dein Baby den Kopf aktiv in beide Richtungen drehen kann und wie es seinen gesamten Körper bewegt.

Eine ausgeprägte Vorzugsseite kann beispielsweise mit einem muskulären Torticollis zusammenhängen. Durch die wiederholte einseitige Lagerung kann außerdem eine Schädelasymmetrie entstehen.

Aus osteopathischer Sicht interessieren mich deshalb nicht nur die Halswirbelsäule, sondern auch Schultergürtel, Thorax, Rumpf und die gesamte Bewegungsorganisation.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer normalen Seitenpräferenz und einer tatsächlichen Bewegungseinschränkung.

Bei deutlicher oder anhaltender Asymmetrie ist eine frühzeitige kinderärztliche Abklärung sinnvoll. Gezielte Physiotherapie kann bei einem muskulären Torticollis helfen.

Nicht jede Lieblingsseite ist eine Blockade. Aber eine ausgeprägte Vorzugsseite sollten wir auch nicht einfach ignorieren.

09/10/2026

Du wachst nachts auf und die Wade ist plötzlich steinhart?

Ein Wadenkrampf ist nicht nur ein Muskelthema. Auch das Nervensystem spielt eine wichtige Rolle, weil es steuert, wann ein Muskel anspannt und wieder loslässt.

Nach starker oder ungewohnter körperlicher Belastung kann sich diese neuromuskuläre Erregbarkeit verändern. Das kann nach Sport passieren, aber genauso nach langem Stehen, viel Gehen, körperlicher Arbeit oder einer Bergtour.

Auch Flüssigkeitshaushalt, Stoffwechsel und Durchblutung gehören zum Gesamtbild. Trotzdem gilt: Ein Wadenkrampf bedeutet weder automatisch schlechte Durchblutung noch automatisch Magnesiummangel.

Akut hilft häufig, den Fuß langsam Richtung Schienbein zu ziehen und die Wade damit vorsichtig zu verlängern.

Treten Krämpfe sehr häufig auf oder kommen Taubheit, Schwäche oder belastungsabhängige Wadenschmerzen dazu, sollte die Ursache genauer abgeklärt werden.

08/10/2026

„Nach der Schwangerschaft keine geraden Bauchmuskeln trainieren.“

Diese pauschale Empfehlung hält sich hartnäckig.

Auch bei einer Rektusdiastase geht es nicht darum, den Re**us abdominis dauerhaft aus dem Training herauszuhalten. Entscheidend sind Belastungsdosierung, Bewegungsumfang, Atmung und die Fähigkeit der gesamten Bauchwand, intraabdominellen Druck zu kontrollieren.

Ein Sit-up, ein kleiner Crunch und eine isometrische Rumpfstabilisation stellen völlig unterschiedliche Anforderungen.

Nicht „Re**us ja oder nein?“ ist deshalb die entscheidende Frage.

Sondern: Welche Belastung kann die Bauchwand aktuell kontrollieren?

07/10/2026

Dir wird beim schnellen Aufstehen kurz schwindelig oder sogar schwarz vor Augen?

Häufig steckt dahinter eine ganz normale Kreislaufreaktion. Beim Wechsel vom Sitzen oder Liegen ins Stehen sackt kurzfristig mehr Blut in die Beine. Der Körper muss den Blutdruck innerhalb weniger Sekunden anpassen, damit das Gehirn weiter ausreichend versorgt wird.

Wenn diese Regulation einen Moment zu langsam ist, kann genau dieses kurze Schwindelgefühl entstehen.

Begünstigt wird das zum Beispiel durch Flüssigkeitsmangel, Hitze, langes Sitzen oder einen eher niedrigen Blutdruck.

Wenn Schwindel häufig auftritt, länger anhält, mit Ohnmacht, Herzrasen, Brustschmerz oder neurologischen Symptomen verbunden ist, sollte er medizinisch abgeklärt werden.

06/10/2026

MYTHOS MONDAY – heute ausnahmsweise am Dienstag.

„Gebärmutter entfernt = sofort Wechseljahre.“

So einfach ist es nicht.

Bei einer Hysterektomie kann die Gebärmutter entfernt werden, während die Eierstöcke erhalten bleiben und weiterhin Hormone produzieren. Werden dagegen beide Eierstöcke entfernt, kommt es zur chirurgisch induzierten Menopause.

Interessant: Auch bei erhaltenen Eierstöcken kann die natürliche Menopause nach einer Hysterektomie etwas früher eintreten.

Deshalb ist entscheidend, welche Organe tatsächlich entfernt wurden.

05/10/2026

Dieser harte Punkt im Nacken – ist das wirklich ein „Muskelknoten“?

Die Vorstellung, dass sich im Muskel ein kleiner Knoten bildet, den man nur kräftig genug herausmassieren muss, ist zu einfach. Muskulatur kann ihren Tonus verändern, Gewebe kann druckempfindlich werden und auch sogenannte myofasziale Triggerpunkte werden als Erklärung diskutiert.

Warum solche Bereiche entstehen und welche Bedeutung sie tatsächlich haben, ist allerdings komplexer, als es der Begriff „Muskelknoten“ vermuten lässt.

Deshalb lohnt sich bei wiederkehrenden Nackenbeschwerden der Blick über die schmerzhafte Stelle hinaus: Belastung, Bewegung, Schlaf, Stress und weitere Faktoren können eine Rolle spielen.

Nicht nur fragen: „Wo ist der Knoten?“
Sondern auch: „Warum reagiert dieser Bereich immer wieder?“

03/10/2026

Dein Baby zieht häufig die Beine nach oben – war der Kaiserschnitt schuld?

Solche Zusammenhänge werden in der Osteopathie schnell hergestellt. Dabei ist eine ausgeprägte Flexionshaltung beim Neugeborenen zunächst physiologisch.

Natürlich unterscheiden sich vaginale Geburt und Kaiserschnitt. Aber daraus lässt sich nicht ableiten, dass einem Baby nach einer Sectio die notwendige „Streckung“ durch den Geburtskanal gefehlt habe und es deshalb in seiner Fötushaltung verharrt.

Auch eine bestimmte Haltung allein beweist weder „verspannte Hüftbeuger“ noch eine behandlungsbedürftige Spannung der LWS.

Bei der Beckenendlage ist die Situation differenzierter: Die intrauterine Position kann die frühe Beinhaltung tatsächlich beeinflussen.

Osteopathie darf Zusammenhänge suchen. Aber wir sollten plausible Erklärungsmodelle nicht mit nachgewiesenen Ursachen verwechseln.

Und vor allem: Nicht jedes Verhalten eines Babys braucht eine Geschichte darüber, was bei seiner Geburt angeblich falsch gelaufen ist.

02/10/2026

Ihre Muskeln zittern nach dem Training oder einer anstrengenden Belastung?

Das bedeutet nicht automatisch, dass mit Ihrer Muskulatur etwas nicht stimmt.

Damit Bewegung kontrolliert abläuft, steuert unser Nervensystem ständig motorische Einheiten innerhalb der Muskulatur an. Mit zunehmender Ermüdung verändert sich diese neuromuskuläre Kontrolle – die Kraft wird weniger gleichmäßig erzeugt und der Muskel kann sichtbar anfangen zu zittern.

Das kennen viele nach Kniebeugen, intensivem Training oder beim längeren Halten einer Position.

Kurzzeitiges Zittern nach starker Belastung ist daher häufig eine normale Reaktion auf Ermüdung.

Tritt Zittern dagegen regelmäßig ohne körperliche Belastung auf, nimmt zu oder kommen weitere neurologische Auffälligkeiten hinzu, sollte die Ursache abgeklärt werden.

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Sparkassenplatz 1/3. OG
Traunstein
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Dienstag 08:30 - 20:00
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