03/02/2026
ES IST EGAL, WER DER VATER EINER KRANKHEIT IST – DIE MUTTER IST IMMER DIE ERNÄHRUNG.“
In den letzten Wochen hatte ich wieder vermehrt Gespräche über Fütterung.
Und ganz ehrlich? Es ist Zeit, das klar anzusprechen.
Ein Pferd ist ein Dauerfresser.
Sein Verdauungssystem ist für kontinuierliche Aufnahme von Raufutter gemacht – nicht für drei Mahlzeiten am Tag.
Artgerecht heißt:
• 24/7 Zugang zu gutem, hygienischem Heu
• Weidegang (wenn möglich)
• Salz
• bedarfsgerechte Mineralisierung
Und was sehe ich stattdessen in vielen Ställen?
• Raufutter wird rationiert.
• Heu wird wie Goldstaub behandelt.
• Kraftfutterkammern explodieren vor Müslis, Mash, Pellets, Zusatzpulvern.
Aber am Heu?
„Mehr brauchen die nicht.“
Das Problem ist:
Die meisten Pferde bekommen zu viel schnell verfügbare Energie
(Zucker, Stärke, Eiweiß, Fett)
und gleichzeitig zu wenig strukturierte, langsam verdauliche Energie aus Heu.
Ein 600-kg-Warmblut hat einen Grundbedarf von ca. 80 MJ pro Tag.
Mit 10 kg Heu ist dieser Bedarf bereits gedeckt.
Und jetzt kommt der Teil, der viele nicht hören wollen:
Eine Stunde Schritt?
Ist KEINE Arbeit.
Eine normale Reiteinheit?
Meist immer noch komplett durch Heu abgedeckt.
Kraftfutter wird oft gefüttert,
ohne dass die tatsächliche Arbeitsleistung es rechtfertigt.
Übersetzt:
Viele Pferde fressen wie Sportler.
Arbeiten aber wie Spaziergänger.
Und dann wundern wir uns über:
• EMS
• Hufrehe
• Stoffwechselprobleme
• Sommerekzem
• Übergewicht
• Insulinresistenz
Und therapieren teuer das,
was wir täglich in den Trog kippen.
Und hier kommt mein klarer Satz:
👉 Spart lieber am Kraftfutter.
👉 Spart NICHT am Heu.
Raufutter ist die Basis.
Nicht das Extra.
Und nein – ein Pferd wird nicht dick vom Heu.
Es wird dick von falscher Energiezufuhr bei zu wenig Bewegung.
💬 Wie handhabt ihr das im Stall?
Freier Heuzugang – ja oder nein?
̈tterung