14/05/2026
Heute reicht oft ein Ringlicht, ein Account und die Geburt der eigenen Kinder, um online medizinische Ratschläge zu geben.
Gegenüber Frauen, Männern und Familien, die sich in einer extrem vulnerablen Phase ihres Lebens befinden, Angst haben etwas falsch zu machen, enorme Verantwortung spüren und daher so so leicht verunsichert werden können und verunsichert werden.
Ich bin seit 22 Jahren Hebamme und habe zusätzlich Medizin studiert.
Ich weiß, wie komplex Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett wirklich sind.
Geburtshilfe basiert nicht auf Bauchgefühl allein.
Sondern auf Fachwissen, klinischer Erfahrung, evidenzbasierter Medizin und der Fähigkeit, Risiken rechtzeitig zu erkennen.
Natürlich dürfen Frauen ihre Erfahrungen teilen.
Erfahrungen können wertvoll sein.
Aber persönliche Erlebnisse ersetzen keine Qualifikation.
Denn Reichweite ist keine Expertise.
Follower sind keine Fachkompetenz.
Und ein virales Reel ersetzt keine medizinische Ausbildung.
Besonders problematisch wird es, wenn Unsicherheit geschürt wird, Angst verbreitet wird oder medizinische Fachkräfte pauschal abgewertet werden.
Kritisches Denken ist wichtig.
Aber ebenso wichtig ist die Frage:
Von wem nehme ich eigentlich Ratschläge an?
Nicht jede Meinung im Internet ist gleich viel wert. 🤍