29/05/2026
Es gibt einen Satz, den ich in Erstgesprächen immer wieder höre.
Von Menschen, die gemobbt wurden. Die morgens aufwachen und sich nicht erklären können, warum sie sich so fühlen, wie sie sich fühlen. Die nicht mehr schlafen können. Die sonntags krank werden, weil Montag kommt.
Der Satz lautet: „Ich hätte stärker sein müssen."
Ich möchte Ihnen heute etwas sagen, das diese Überzeugung vielleicht verändert.
Was mit Menschen unter Mobbing passiert, ist keine Frage von Stärke. Es ist eine Frage der Neurobiologie.
Unser Gehirn unterscheidet nicht zwischen körperlicher und sozialer Bedrohung. Wenn Sie systematisch unter sozialem Stress stehen, reagiert Ihr Nervensystem genauso wie auf eine physische Gefahr: Es aktiviert den Schutzmodus.
Der präfrontale Kortex, der Teil Ihres Gehirns, der für klares Denken, Entscheidungen und Selbstvertrauen zuständig ist, verliert unter Dauerstress nachweisbar an Einfluss. Die Amygdala übernimmt. Das System bleibt aktiviert.
Erschöpfung, Rückzug, Überanpassung: Das sind Überlebensstrategien eines Systems, das Sie schützen will.
Und hier kommt die gute Nachricht:
Das Gehirn ist neuroplastisch. Es verändert sich. Nicht durch Kraft und Willenskraft, sondern durch Verstehen, Sicherheit und kleine, konkrete Schritte.
Genau das möchte ich begleiten.
Mein neues Coaching-Programm „Selbstwirksamkeit — Der Weg aus der Mobbingfalle" startet im Juli 2026. Bevor es beginnt, möchte ich verstehen, was Menschen in dieser Situation wirklich brauchen.
Dafür habe ich eine kurze Umfrage erstellt — anonym, 2 Minuten.
https://forms.gle/L51F4zsZuSdSbhWx7
Wenn Sie selbst betroffen sind oder jemanden kennen, dem dieser Impuls helfen könnte: Teilen Sie diesen Beitrag gerne. Manchmal braucht ein Mensch nur den Satz:
„Ihr Nervensystem hat getan, was es konnte. Und es kann sich verändern."
Ich bin für Sie da.
Carpe diem.
Rochus-Marian Eder | Surgite!Coaching