29/03/2025
Warum bist du überhaupt Trageberaterin geworden? Diese Frage hat mich in der heutigen Trageberatung wieder erwartet und ging mir so leicht von den Lippen:
Weil mir das Tragen vor 10 Jahren meine Mutterrolle gerettet hat!
Mit 25 macht man sich erstmal noch keine großen Gedanken über die Bindung… Ja ich habe mir Gedanken gemacht, mich gesund zu ernähren und zu bewegen. War aber gesellschaftlich und kommerziell darauf eingestellt, dass es alle Kinder lieben im Kinderwagen geschoben, in der Wiege oder dem Beistellbett zu liegen oder in der Babyschale und mit Schnuller im Mund im Auto zu fahren. Mein Baby wollte 24/7 Körperkontakt und bei uns gab es auch keine Papa-Elternzeit. Ab Tag 4 war ich allein mit diesem Urzeit Baby, was entweder gestillt (hey man, kann das meine kleine Brust überhaupt?) oder auf meinem Körper leben wollte.
Ich habe mir schon in der Schwangerschaft ein Tragetuch gekauft (heute seht ihr es auf der größten Puppe in meinem Laden), eigentlich nur, weil ich mit Cookie, unserem Hund, auf nicht asphaltierten Wegen gehen wollte. Unsere Herzenshebamme Sylke hat uns gezeigt wie es gebunden wird. Nachdem ich nicht mehr wusste wie ich Pippi machen oder mich im Alltag bewegen kann, nutze ich es auch Zuhause. Es hat mich gerettet. Ich wäre vermutlich in Selbstzweifeln versunken… Aber es machte mich flexibel. Auf eine ganz neue Art. Sylke schickte mich immer wieder zu bekannten Familien und sagte: Nina zeigt dir, wie es funktioniert. Und umso mehr positive Erfahrung ich machte, umso mehr wusste ich: Du kannst es auch anderen Familien zeigen!
Egal aus welchem Grund. Für die Bindung, die physiologische Entwicklung oder damit die Hände frei sind. Das Bild was ihr seht, zeigt mich am 4. Tag nach Entbindung mit einem Miniwürmchen von 2600g 🥰 Traut euch, für Tragen gibt es kein Rezept