AOK-Klinik Rügen

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AOK-Klinik Rügen Vorsorge- und Rehabilitationsfachklinik für Mutter-/Vater-Kind-Kuren BEWUSST. Gönnen Sie sich eine Auszeit und finden Sie wieder zu sich selbst !
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AOK-KLINIK RÜGEN

Hochwertige Erholung und Behandlung für Körper, Geist und Seele
Wer Erholung und qualifizierte Behandlung sucht, ist bei uns in der AOK-Klinik Rügen an der richtigen Stelle. Entspannung und Abstand vom stressbeladenen Alltag fördert die Gesundheit. Unsere Kurmaßnahmen sind sorgfältig auf die Bedürfnisse und Wünsche von Müttern/Vätern und Kindern abgestimmt. Wenn Sie unter stressbedingten Erkrankungen oder psychovegetativen Beschwerden, Krankheiten der Atemwege wie z.B. Asthma, Allergien oder Infektanfälligkeit, Rücken- oder anderen Beschwerden des Bewegungsapparates, Hauterkrankungen oder Übergewicht leiden, sind Sie in AOK-Klinik Rügen gut aufgehoben. Genießen Sie bei uns, in wunderbarer Natur, unweit vom Kap Arkona, eine produktive Pause von Familie, Beruf und Partnerschaft. Unser hochqualifiziertes Therapeutenteam hilft Ihnen, Ihre körperliche oder seelische Balance wieder zu finden. Gesunde Familien sind unser Ziel! Unser Selbstverständnis

Menschlichkeit und Kompetenz - maximale medizinische Qualität bei höchster Kosteneffizienz und Servicequalität immer unter der Prämisse, dass der Mensch im Mittelpunkt unseres Handelns steht, angepasst an strukturelle Veränderungen des Gesundheitssystems. Unser Patientenbild

Die Stressbelastung von Müttern und Vätern hat deutlich zugenommen, zum einen bedingt durch Veränderungen der gesellschaftlichen Strukturen und des heutigen Familienbildes, zum anderen durch den neu zu lernenden Umgang mit Ausnahmezuständen, die den Familien – Eltern und Kindern viel abverlangt haben. Die Anforderungen im Alltag sind dadurch noch gestiegen. Hinzu kommt der Anspruch an eine gelungene Eltern-Kind-Beziehung und Partnerschaft. Angst vor einem Scheitern in allen Bereichen ist die Folge. Es drohen anhaltende Erschöpfungszustände, steigende Depressionszahlen, Konfliktsituationen und kollektiver Burnout. Es zeigen sich sowohl bei den Eltern, aber auch bei den Kindern - nicht oder nur unzureichend behandelte Symptomenkomplexe bedingt durch das Zusammenspiel von somatischen und psychovegetativen Faktoren, aber auch den sozialen Kontextfaktoren, und damit häufig die Gefahr einer Chronifizierung. Die Kinder aus diesen Familien werden die Gesellschaft in Zukunft aber mitgestalten. Unsere Patientenorientierung

Der Fokus unserer Arbeit konzentriert sich also auf den enormen Stellenwert der Leistungen, die von Müttern und Vätern gegenüber ihren Kindern erbracht werden. Der Erhalt der Kraft diese Leistung im Alltag auch zu erbringen, ist unser Ziel. Denn nur aus gesunden, starken Familien können auch gesunde, starke Kinder wachsen, die dazu in der Lage sind, die Zukunft positiv zu verändern. Probleme im Familienalltag müssen erkannt und ernst genommen werden und alle Bemühungen sollten im Bestreben liegen, den Eltern mehr Eigenverantwortung, Selbstbewusstsein in ihrem Bemühen um die Kinder zu geben und nichts unversucht zu lassen, auch die Gesundheit der Familien zu stärken und zu erhalten. Fachliche Kompetenz, Behandlungsgrundsätze

Wir arbeiten in einem multiprofessionellen Team aus Ärzten verschiedener Fachrichtungen, Psychologen und Therapeuten interdisziplinär engmaschig zusammen. Hierbei steht der Patient für uns im Mittelpunkt. Gemeinsam werden mit dem Patienten Ziele für den Kurverlauf erarbeitet, festgelegt und bei Bedarf individuell angepasst „shared decision making“. Wir sind bestrebt ein Höchstmaß an Patientenorientiertheit zu erreichen. Unsere Ziele

… starke Eltern, starke Familien, starke Gesellschaft

Gesunder Geist - gesunder Körper. Ganzheitliche Betrachtung des Patienten nach ICF unter Einbeziehung von Kontextfaktoren. Förderung der psychischen Stabilität, Stressbewältigung, körperliche Erholung als Weg zu seelischer Gesundheit mit Erfolg.

… gesunde Eltern, gesunde Familien, gesunde Gesellschaft

Leitliniengerechte Medizin, auf höchstem Niveau, stetig aktualisiert mit dem Ziel Gesundheitsstörungen rechtzeitig zu erkennen und Chronifizierung zu vermeiden. Prävention um vermeidbaren Gesundheitsstörungen vorzubeugen. Patienteninformation um Patienten in mehr Selbsthilfestrategien und vorbeugendem Verhalten zu schulen.

… nachhaltige Eltern, nachhaltige Familien, nachhaltige Gesellschaft

Kurerfolg der über die Entlassung hinaus anhält. Gestützt durch zertifizierte Nachsorgeprogramme, (rehasonanz.de.) Darüber hinaus Wertevermittlung. Nachhaltiger Umgang mit Nahrungsmitteln. Kur in Natur „mit offenen Augen lernen“. Unsere Mitarbeiter sind ...

… “menschlich“ ...

Wir setzten auf Empathie und Vertrauen, weil wir uns sicher sind, dass so Körper und Seele am besten in Einklang zu bringen und durch ein gutes Befinden Selbstheilungskräfte und Selbstbewusstsein gestärkt werden.

… “engagiert“ …

im Team, wertschätzend und respektvoll im Umgang miteinander. Wir sind uns sicher, dass sich nur auf diese Weise, neben Fachkompetenz und Professionalität, die inneren Werte unserer Klinik und die Freude der Mitarbeiter an ihrer Arbeit nach außen tragen lässt und für den Patienten spürbar wird.

… “erfolgreich“ …

Wir stehen für eine hohe Patientenzufriedenheit.
.. “Visionär und Zukunftsorientiert“ …

Wir sind Dienstleister im Gesundheitssystem. Den Weg zwischen Patientenorientiertheit und Kundenorientierung, therapeutischen Erfordernissen und wirtschaftlichen Notwendigkeiten gehen wir zielgerichtet, jedoch mit Augenmaß und Vernunft. Kontinuierliche Anpassung und Modernisierung des Angebotes und Nutzung neuester IT-Mittel unter Berücksichtigung aktueller Gegebenheiten ist unser Bestreben.

… “von hoher Qualität“ …

Zertifiziert. Internes und externes QM-System. Vorsorge- und Rehabilitation und ganzheitliche Familienmedizin ist unser Gebiet

Unser Fachärzteteam aus Kinder- /Jugendärzten, Allgemeinmedizinern und Orthopäden, zum Teil mit spezieller Ausbildung als Asthma- und Neurodermitistrainer, ist besonders erfahren im Umgang mit gesundheitlichen Störungen, die Mütter, Väter und Kinder betreffen. In der AOK-Klinik Rügen behandeln wir:

Psychovegetative Erschöpfungszustände und psychische / psychosomatische Erkrankungen
Erkrankungen des Bewegungsapparates (z.B. Rückenbeschwerden oder Schulter-Arm Syndrom)
Atemwegserkrankungen und Allergien (z.B. Infektanfälligkeit, Asthma, obstruktive Atemwegserkrankungen)
Hauterkrankungen (z.B. Neurodermitis, Ekzeme, Schuppenflechte)
Übergewicht und damit zusammenhängende Stoffwechselkrankheiten

Innovativ, wissenschaftlich evaluiert und ausgezeichnet mit dem 1. Preis der Kategorie "Praxiserprobtes" des Leonardo-Wettbewerbes, ist unsere ärztliche Online-Nachsorge mit dem rehasonanz.de Portal. Auf Wunsch begleiten wir unsere Patienten in den Indikationen Übergewicht und Rückenbeschwerden für ein Jahr nach der Kur, und helfen so, dass aus dem Kureffekt ein nachhaltiger, gesunder Erfolg wird. Versorgungsvertrag nach §111a, 41 und 24 SGB V, §111 SGB V

AOK-Klinik Rügen

Hafenstrasse 1
18556 Wiek
Tel.: 038391 - 7 20
Fax: 038391 - 7 21 02
Zentrale Mailadresse

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18/10/2026

MEER I 🌞 I TAG

Den Sonntag gibt es heute mit ein bisschen Rückenwind.
Unser Sonntagsvideo kommt diesmal mit frischer Brise. Der Bodden ist aufgewühlt, das Schilf beugt sich, und zwischendurch zieht ein Schauer durch. Wer jetzt rausgeht, braucht eine Mütze und gute Laune, beides zahlt sich aus. Für alle anderen gibt es diese Minuten zum Zuschauen, warm und trocken. Nehmt Euch den Sonntag einfach so, wie er kommt.
Mögt Ihr es am Wasser lieber stürmisch oder still?

Euer Team mit 💚 der AOK-Klinik Rügen

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LEBENS I MITTEL I KUNDETipp Nummer 36Praktische Tipps für zu Hause, damit allesA  AußerO  OrdentlichK  Köstlichbleibt 💚🍋...
17/10/2026

LEBENS I MITTEL I KUNDE

Tipp Nummer 36

Praktische Tipps für zu Hause, damit alles

A Außer
O Ordentlich
K Köstlich

bleibt 💚

🍋 Thema heute, Vitamin C, Mythos oder wirklich relevant?

Gerade im Herbst gilt Vitamin C als beliebter Schutz vor Erkältungen. Doch was kann es wirklich?

Vitamin C unterstützt das Immunsystem, die Kollagenbildung und die Aufnahme von pflanzlichem Eisen.

Verhindert Vitamin C Erkältungen?

Nicht grundsätzlich. Studien zeigen, dass zusätzliche Vitamin C Präparate Erkältungen normalerweise nicht verhindern. Bei regelmäßiger Einnahme können sie die Erkrankungsdauer jedoch geringfügig verkürzen.

Diese Lebensmittel liefern besonders viel Vitamin C

🫑 Rote Paprika, besonders reich an Vitamin C
🥦 Brokkoli, liefert zusätzlich Ballaststoffe
🥝 Kiwi, ideal für zwischendurch
🍊 Orangen, der bekannte Klassiker
🥬 Rosenkohl, regionales Herbstgemüse

Außer Acht lassen sollte man die Zubereitung nicht.

Vitamin C ist hitzeempfindlich. Gemüse deshalb möglichst frisch verarbeiten und schonend garen.

👨‍🍳 Unser Küchentipp

Paprika oder Brokkoli mit Linsen kombinieren. Vitamin C verbessert die Aufnahme des pflanzlichen Eisens.

Ordentlich ausgewählt und schonend zubereitet liefern Lebensmittel ausreichend Vitamin C. Köstlich wird es durch eine abwechslungsreiche Ernährung.

Nächsten Samstag folgt Tipp Nummer 37.

Euer Team mit 💚 der AOK-Klinik Rügen

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Idee & Storyboard Jens Meckel
mit KI Unterstützung erstellt

DURCH I BLICKManchmal reicht ein schmaler Spalt, um das Weite zu sehen.Zwischen zwei alten Stämmen öffnet sich der Blick...
17/10/2026

DURCH I BLICK

Manchmal reicht ein schmaler Spalt, um das Weite zu sehen.
Zwischen zwei alten Stämmen öffnet sich der Blick aufs Wasser. Der Himmel liegt heute grau über dem Bodden, das Schilf steht still, und der Weg führt direkt ans Ufer. Für unsere Familien beginnt jetzt das freie Wochenende, ohne Termine und ohne festen Plan. Genau so ein Ausschnitt reicht oft schon, damit der Kopf eine Pause macht. Wir wünschen Euch einen ruhigen Sonnabend.
Habt Ihr auch so einen Lieblingsplatz, an dem Ihr einfach nur schaut?

Euer Team mit 💚 der AOK-Klinik Rügen

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GUTE I NACHT I GESCHICHTE Rüdiger und das Geheimnis der gelben Rinde Ein Abenteuer unserer Klinikmöwe Rüdiger, zum Vorle...
16/10/2026

GUTE I NACHT I GESCHICHTE

Rüdiger und das Geheimnis der gelben Rinde

Ein Abenteuer unserer Klinikmöwe Rüdiger, zum Vorlesen
Es gibt Dinge, die man hundertmal sieht und nie wirklich betrachtet.
Rüdiger war eine Möwe, die viel sah. Das Gelände kannte er in jeder Jahreszeit, jeden Weg, jeden Baum, jeden Stein auf dem Boddenweg. Er kannte die Gäste, die kamen und gingen, die Kinder, die rannten und riefen, die Abende, die kürzer wurden. Er kannte das Gelände so gut, dass er manchmal vergaß, es anzuschauen.
Bis zu diesem Oktobermorgen.
Er flog seinen üblichen Weg vom Dach Richtung Bodden, und dann, auf halber Strecke, zwischen zwei alten Bäumen am Spazierweg, blieb er in der Luft stehen. Nicht weil etwas Lautes passiert wäre. Sondern weil etwas Leuchtendes war.
Die Stämme der Bäume leuchteten.
Nicht das Laub, nicht die Blätter, die überall in Gelb und Orange standen. Die Stämme selbst. Ein warmes, sattes Gelb, das sich über die Rinde zog wie Farbe, die jemand mit einem sehr feinen Pinsel aufgetragen hatte, behutsam, geduldig, über sehr lange Zeit.
Rüdiger landete auf einem Ast und schaute.
Er schaute sehr lange.
Dann flog er näher, bis seine Schnabelspitze fast die Rinde berührte, und schaute noch einmal. Das Gelb war nicht glatt. Es war leicht rau, ein bisschen körnig, wie etwas, das aus sehr vielen winzigen Dingen besteht, die zusammen ein Muster ergeben. Es hatte keine scharfen Ränder. Es hörte einfach irgendwo auf, so wie Dinge aufhören, die schon immer da waren.
Carlo, der alte Hafenkater, kam den Spazierweg entlang, gemächlich, wie er alles tat. Er blieb neben dem Baum stehen, schaute hinauf zu Rüdiger, dann auf die leuchtende Rinde.
„Du hast es bemerkt“, sagte er.
„Was ist das?“, fragte Rüdiger.
„Eine Flechte. Die Gewöhnliche Gelbflechte, um genau zu sein.“
„Sie leuchtet.“
„Sie leuchtet“, bestätigte Carlo.
„Ich bin seit Jahren an diesem Baum vorbeigeflogen“, sagte Rüdiger. „Jeden Tag. Mehrmals. Ich habe das nie gesehen.“
„Du hast es gesehen“, sagte Carlo. „Du hast es nur nicht bemerkt. Das ist ein Unterschied.“
Otto, der kleine Fischotter, kam ebenfalls den Weg herauf und blieb stehen, den Kopf schief gelegt, die Augen auf die Rinde gerichtet. „Ich dachte, das wäre Moos“, sagte er.
„Die meisten denken das“, sagte Carlo. „Aber es ist etwas anderes. Etwas Seltsameres. Und wenn man erst einmal weiß, was es ist, sieht man es überall.“
„Was ist es?“, fragte Otto.
Carlo richtete sich auf, räusperte sich leicht und nahm den Gesichtsausdruck einer Katze an, die gleich etwas erklären würde, das sie für außerordentlich interessant hielt. „Eine Flechte ist keine einzelne Pflanze. Sie ist keine Pflanze überhaupt. Sie ist zwei Dinge gleichzeitig.“
„Zwei Dinge?“, fragte Rüdiger.
„Ein Pilz und eine Alge. Zusammen. Der Pilz gibt Halt, er klammert sich an die Rinde, er schützt das Innere vor Trockenheit und Kälte. Er baut das Haus, sozusagen. Die Alge lebt im Inneren, im Schutz des Pilzes, und macht mit Hilfe des Lichts Nährstoffe, von denen beide leben. Keiner könnte ohne den anderen. Der Pilz allein verhungert. Die Alge allein würde austrocknen. Zusammen“, Carlo machte eine kleine Pause, „leuchten sie.“
Rüdiger schaute auf die gelbe Rinde. Er versuchte sich vorzustellen, dass dort, in diesem stillen Leuchten, zwei vollkommen verschiedene Lebewesen wohnten, die sich irgendwann, vor sehr langer Zeit, zusammengefunden hatten, ohne dass irgendjemand ihnen gesagt hatte, dass sie das tun sollten. Dass der Pilz gemerkt hatte, dass er die Alge brauchte. Dass die Alge gemerkt hatte, dass sie den Pilz brauchte. Dass daraus etwas geworden war, das nun schon seit Jahrzehnten an diesem Baum leuchtete.
„Wie lange lebt eine Flechte?“, fragte Otto.
„Manche Flechten“, sagte Carlo, „sind älter als die Bäume, auf denen sie sitzen. Manche sind älter als die Klinik. Manche, an anderen Orten der Welt, sind tausend Jahre alt. Flechten gehören zu den langlebigsten Lebewesen, die es gibt. Sie wachsen nur sehr langsam, manchmal weniger als einen Millimeter im Jahr. Aber sie hören nicht auf.“
Stille.
„Tausend Jahre“, sagte Rüdiger.
„Tausend Jahre.“
Rüdiger schaute auf den Baum. Auf die Rinde. Auf das Gelb, das so ruhig und so selbstverständlich leuchtete, als wäre es nie etwas anderes gewesen. Und er dachte daran, dass dort, auf dieser Rinde, etwas lebte, das vielleicht schon da gewesen war, als die ersten Bäume auf diesem Gelände gepflanzt wurden. Das die erste Kur erlebt hatte. Das alle Sommer und alle Herbste gesehen hatte, ohne etwas davon zu kommentieren.
„Warum wächst sie auf dieser Seite des Baumes?“, fragte er. „Immer auf dieser einen Seite?“
Carlo schaute in Richtung Bodden. „Die Wetterseite“, sagte er. „Die Seite, die zum Wasser zeigt. Der Westwind bringt Feuchtigkeit vom Bodden, regelmäßig, zuverlässig, seit Jahrzehnten. Die Sonne scheint auf diese Seite besonders gut. Die Flechte liebt beides, Feuchtigkeit und Licht, und sie ist so gewachsen, dass sie dort wächst, wo beides zusammenkommt. Auf der Schattenseite findest du sie kaum.“
„Sie kennt das Gelände besser als ich“, sagte Rüdiger.
„Sie kennt es länger“, sagte Carlo.
„Und was frisst sie?“, fragte Otto.
„Sie braucht nicht viel. Licht. Wasser aus der Luft. Und ein wenig“, Carlo machte eine kleine Pause und schaute zu Rüdiger hinauf, „Dünger.“
Rüdiger schaute ihn an.
„Von Möwen zum Beispiel“, sagte Carlo, vollkommen ruhig.
Rüdiger öffnete den Schnabel. Dann schloss er ihn. Dann schaute er auf die leuchtend gelbe Rinde, und dann auf sich, und dann wieder auf die Rinde, mit einem Ausdruck, der schwer zu beschreiben war, irgendwo zwischen Überraschung und so etwas wie Stolz.
„Ich“, sagte er langsam, „habe dazu beigetragen?“
„Deine Vorfahren mit Sicherheit. Und Du selbst wahrscheinlich auch, ohne es zu wissen. Möwen sitzen auf Bäumen, Möwen hinterlassen Spuren, Spuren enthalten Nährstoffe. Die Flechte dankt es ihnen, indem sie leuchtet.“
„Ich habe sie ernährt“, sagte Rüdiger.
„Ohne es zu beabsichtigen“, sagte Carlo. „Das Schönste an dieser Gemeinschaft ist, dass alle etwas beitragen, ohne dass einer der anderen darum gebeten hat.“
Rüdiger saß sehr still auf seinem Ast und schaute auf die Rinde. Das Gelb leuchtete in der Oktobersonne, warm und ruhig, vollkommen unbeeindruckt davon, ob jemand zuschaute oder nicht. Es hatte geleuchtet, bevor die Klinik stand. Es würde leuchten, lange nachdem dieser Oktobermorgen vergangen war.
Unten auf dem Spazierweg kamen Gäste der Klinik. Eine Mutter mit zwei Kindern, die Kinder ein bisschen voraus, die Mutter in einem Tempo, das man nur geht, wenn man zum ersten Mal seit langer Zeit einfach nur geht, ohne Ziel und ohne Eile. Sie blieb stehen. Schaute auf die Rinde. Blinzelte. Dann zeigte sie den Kindern.
Die Kinder kamen zurück, schauten, zogen die Stirn kraus.
„Was ist das?“, fragte das ältere.
Die Mutter sagte etwas, das Rüdiger von oben nicht hören konnte, aber die Kinder nickten, und dann legten sie beide die Hände an die Rinde, vorsichtig, so wie man etwas berührt, das man nicht stören möchte.
Rüdiger schaute ihnen zu.
Er dachte daran, wie oft er diese Szene gesehen hatte, auf hundert verschiedene Arten. Menschen, die zur Kur kamen und am Anfang noch mit dem Alltag in den Augen liefen, diesen leicht abwesenden Blick von jemandem, dessen Gedanken noch woanders sind. Und dann, nach ein paar Tagen, etwas, das sich veränderte. Ein langsameres Gehen. Ein häufigeres Stehenbleiben. Ein Hinschauen, wo vorher nur Vorbeigehen war.
Vielleicht, dachte er, war genau das der Sinn. Nicht das Ziel des Spaziergangs. Nicht die Strecke, nicht die Schritte, nicht die frische Luft allein. Sondern dieser eine Moment, in dem man stehenblieb, weil etwas leuchtete, und sich fragte, was das war, und merkte, dass man die Antwort nicht kannte, und dass die Welt deshalb größer war als noch vor einem Augenblick.
„Dem Baum schadet sie nicht“, sagte Carlo, so als würde er Rüdigers Gedanken lesen. „Sie sitzt nur auf der Rinde. Sie nimmt nichts, was dem Baum gehört. Sie lebt auf ihm, nicht von ihm.“
„Eine gute Mitbewohnerin“, sagte Otto.
„Eine sehr gute. Und eine geduldige. Die Flechte drängt sich nicht vor. Sie wächst einfach. Langsam, leise, ohne Aufhebens.“
Die Mutter und die Kinder gingen weiter, alle drei ein bisschen langsamer als vorher, als hätte der kurze Halt vor dem leuchtenden Stamm ihren Schritt verändert. Das ältere Kind drehte sich noch einmal um und schaute zurück.
Rüdiger verstand das.
„Carlo“, sagte er.
„Mmh.“
„Warum bemerkt man das nicht, im Alltag? Das Leuchten.“
Carlo schloss die Augen. „Weil man im Alltag geht, um anzukommen. Weil der nächste Schritt wichtiger ist als der Baum am Wegrand. Weil man gelernt hat, an Dingen vorbeizugehen, die keine Aufmerksamkeit einfordern.“ Er machte eine Pause. „Die Flechte schreit nicht. Sie leuchtet nur. Wer stehen bleibt, sieht es.“
„Wer zur Kur hierherkommt“, sagte Rüdiger langsam, „lernt wieder, stehenzubleiben.“
„Manchmal“, sagte Carlo, „ja.“
Rüdiger schaute noch einmal auf die Rinde. Das Gelb leuchtete. Der Westwind kam wie immer vom Bodden. Die Sonne traf die Wetterseite genau so, wie sie es immer getan hatte. Und die Flechte, diese alte, geduldige, stille Gemeinschaft aus Pilz und Alge, tat, was sie schon immer getan hatte.
Sie leuchtete.
Einfach so. Für niemanden. Für alle.
Gute Nacht, kleiner Rüdiger. Und wenn Ihr morgen spazierengeht, schaut einmal auf die Rinde der Bäume. Vielleicht leuchtet dort etwas, das Ihr noch nie wirklich gesehen habt. Es war schon immer da. Es wartet nicht. Es leuchtet einfach.

Idee & Storyboard Jens Meckel
Texterstellung mit KI-Unterstützung

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HERBST I LAUBZwischen all dem Braun wächst immer noch Grün.Der Oktober legt seinen Teppich aus. Auf unserem Gelände rasc...
16/10/2026

HERBST I LAUB

Zwischen all dem Braun wächst immer noch Grün.
Der Oktober legt seinen Teppich aus. Auf unserem Gelände raschelt jetzt jeder Schritt, und genau das lieben unsere kleinen Gäste am meisten. Laub lässt sich werfen, sammeln, durchwühlen und zu Bildern legen. Dazwischen stehen frische Halme, als hätten sie die Jahreszeit noch nicht mitbekommen. Wer sich bückt und genau hinschaut, findet auf wenigen Zentimetern mehr Farben als in jedem Malkasten.
Lauft Ihr lieber mitten durchs Laub oder ordentlich drumherum?

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MORGEN I HIMMELManche Morgen entschädigen für jeden Wecker.Guten Morgen, schöne Welt. So sah der Himmel heute über unser...
15/10/2026

MORGEN I HIMMEL

Manche Morgen entschädigen für jeden Wecker.
Guten Morgen, schöne Welt. So sah der Himmel heute über unserem Gelände aus, noch bevor die ersten Türen aufgingen. Rosa, Orange und ein Streifen Gold über den Dächern, dazu ein paar Vögel, die schon unterwegs waren. Wer um diese Zeit den Weg entlanggeht, hat das Gelände fast für sich allein. Solche Minuten kosten nichts und bleiben trotzdem lange in Erinnerung.
Seid Ihr Frühaufsteher oder drückt Ihr lieber dreimal auf Schlummern?

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SEIDE I SALZ„Ich bin überhaupt nicht kreativ." Diesen Satz hören wir im Rekreationsbereich fast täglich.Stimmt aber nich...
14/10/2026

SEIDE I SALZ

„Ich bin überhaupt nicht kreativ." Diesen Satz hören wir im Rekreationsbereich fast täglich.
Stimmt aber nicht, denn Kreativität ist wie ein Muskel, man kann sie trainieren. Dieses Fensterbild aus Seide ist der schönste Beweis dafür. Entstanden ist es im Interaktionsangebot, gemeinsam von einem vierjährigen Jungen und seiner Mama. Mit der Salztechnik bilden sich zufällige Muster, die niemand vorher planen kann. Wer länger hinschaut, dessen Kopf fängt an zu spielen und entdeckt plötzlich Bilder darin.
Welches Bild seht Ihr zuerst in diesen Farben?

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WHATS | APPNeugierig auf das echte Leben bei uns?Mit unserem WhatsApp-Kanal bekommt Ihr alles direkt aufs Handy – schnel...
13/10/2026

WHATS | APP

Neugierig auf das echte Leben bei uns?
Mit unserem WhatsApp-Kanal bekommt Ihr alles direkt aufs Handy – schneller als die Möwen fliegen!

Ob frische Schnappschüsse aus dem Klinikalltag, Tipps für Eure Freizeit, leckere Einblicke in die Kombüse oder einfach ein bisschen Alltagsfreude, Ihr seid immer mittendrin.

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KUR I IN I NATURWer bei uns zur Kur ist, sieht die Natur oft mit neuen Augen. Auf unseren Spazierwegen leuchten gerade v...
13/10/2026

KUR I IN I NATUR

Wer bei uns zur Kur ist, sieht die Natur oft mit neuen Augen. Auf unseren Spazierwegen leuchten gerade viele Stämme in Gelb und Orange.
Was wie Moos aussieht, ist die Gewöhnliche Gelbflechte. Eine Flechte ist eine Lebensgemeinschaft aus Pilz und Alge. Der Pilz gibt Halt und Schutz, die Alge bildet mit Hilfe von Licht Nährstoffe. Die Gelbflechte wächst am liebsten auf der Wetterseite, dort, wo das Gelände zum Wasser zeigt. Der Westwind bringt Feuchtigkeit vom Bodden, dazu scheint oft die Sonne. Einen Teil ihres Düngers liefern die Möwen. Dem Baum schadet sie nicht, sie sitzt nur auf der Rinde.
Ein kurzer Blick auf die Rinde lohnt sich. Er schärft die Sinne und bringt Ruhe in den Tag.
Welche kleinen Naturwunder habt Ihr bei Euren Spaziergängen schon entdeckt?

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MON I TAG…..auf die Pinsel, fertig los 🖌️Euer Team mit 💚 der AOK-Klinik RügenBEWUSST. AOK-Klinik RügenBEWUSST. Begeister...
12/10/2026

MON I TAG

…..auf die Pinsel, fertig los 🖌️

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