Medical Tribune Deutschland

Medical Tribune Deutschland Forschung, Praxisführung und Berufspolitik aufbereitet für Mediziner:innen und Praxisteams.

Unsere Wochenzeitung Medical Tribune gehört zur Stammlektüre niedergelassener Hausärzte, Praktiker und Internisten. Der führende medizinische Fachtitel zeichnet sich bei hohen Reichweiten in anerkannten Leseranalysen durch sein alltagsnahes Redaktionskonzept aus, das Ärzten für alle Belange ihrer Praxistätigkeit ein maßgeschneidertes Informationspaket vorhält. Das Onlineangebot umfasst neben Artik

eln, kostenlose Newsletter zu diversen Fachbereichen und ein breites Fortbildungsangebot. Das Portfolio der Medical Tribune wurde um Fachzeitungen zu Neurologie • Psychiatrie, Onkologie • Hämatologie, Pneumologie • Allergologie, Kardiologie • Angiologie, Diabetologie, Dermatologie, Gastroenterologie • Hepatologie und Rheumatologie • Schmerz erfolgreich erweitert. Das Patientenmagazin Perspektive LEBEN für Menschen mit Krebs und ihre Angehörigen rundet das Angebot ab. Auch Buchprojekte wie das bekannte Gebühren-Handbuch mit Kommentierung von EBM und GOÄ sowie das Praxis-Handbuch bereichern das Angebot.

09/09/2026

Eine KI dokumentiert das Arzt-Patienten-Gespräch automatisch mit – und das ist erst der Anfang. Dr. Irmgard Landgraf erklärt, wie KI-gestützte Praxishelfer den Alltag entlasten und welche Aufgaben trotzdem beim Menschen bleiben müssen.

09/09/2026

Diabetes im Alter ist mehr als eine Frage des Blutzuckers: PD Dr. Anke Bahrmann und Prof. Dr. Thomas Kubiak (AG Geriatrie und Pflege der DDG) sprechen über Therapieziele, körperliche und kognitive Einschränkungen und neue Versorgungsansätze.



Deutsche Diabetes Gesellschaft

08/09/2026

Wohlenberg kriegt nen Affen, wenn er über die verzockten Millionen der Krankenkassen nachdenkt. Warum? Weil laut einer Studie Affen ein besseres Portfolio zusammenstellen könnten als mancher Experte. Und da betrifft ein Fehlgriff keine Versicherten.

05/09/2026

CGRP-basierte Therapien haben die Behandlung der Migräne verbessert. Entscheidend ist eine individuelle Auswahl, die Wirksamkeit, Verträglichkeit und die Lebenssituation berücksichtigt.
Laut § 130e SGB V des neuen GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetztes können Krankenkassen für bestimmte patentgeschützte Wirkstoffgruppen exklusive Rabattverträge mit einzelnen Herstellern schließen – darunter auch CGRP-basierte Therapien zur Migräneprophylaxe. Die mögliche Folge: Wird ein anderes Präparat verordnet, kann dafür eine medizinische Begründung erforderlich sein. Zudem kann ein Regressrisiko entstehen, wenn Quoten nicht erfüllt werden.

Warum das medizinisch relevant ist:
Rund 50 % der Migränepatient:innen sprechen auf die erste CGRP-Therapie nicht an – 30–40 % davon profitieren von einer weiteren Substanz. Es gibt nicht den einen CGRP-Wirkstoff, der pauschal für alle Patient:innen am besten geeignet ist.

Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) warnt deshalb davor, dass die Vorgaben individuelle Therapieentscheidungen und begründete Therapiewechsel erschweren könnten.

Zunächst gilt: Bestehende Praxisbesonderheiten gelten so lange weiter, bis ein Beendigungstatbestand eintritt. Aktuell besteht also kein Anlass, CGRP-Therapien allein aufgrund des Gesetzes abzusetzen oder umzustellen.

DMKG und fordern,
die Verordnung der CGRP-basierten Therapien auf Patient:innen mit relevanten Einschränkungen von Alltag und Arbeitsfähigkeit zu beschränken,
die Verordnung ausschließlich Neurolog:innen bzw. Ärzt:innen mit Zusatzbezeichnung Spezielle Schmerztherapie vorzubehalten und
CGRP-Antagonisten vollständig aus §130e herauszunehmen.

Denn die Zukunft der Migränetherapie liegt nicht in der Frage, welches Medikament für alle gleich geeignet ist – sondern welches individuell wirkt.

Übrigens: Heute, am 5. September, ist Kopfschmerztag!

junge_DMKG

03/09/2026

Droht uns eine Fettleber-Epidemie?

Die Fälle der metabolischen Fettlebererkrankung (MASLD) nehmen zu. Unbehandelt kann sie sich zu einer Leberfibrose oder Zirrhose entwickeln und das Risiko für ein Leberkarzinom erhöhen.

Umso wichtiger sind Früherkennung und Prävention.

Wichtig: Normale Leberwerte allein schließen eine mögliche Leberfibrose nicht zuverlässig aus. Bei Risikopersonen können deshalb nichtinvasive Verfahren wie der FIB-4-Score sinnvoll sein. Auch Alkohol-Screenings sowie eine Beratung zu Ernährung und Bewegung spielen eine wichtige Rolle.

Doch wie lässt sich das zusätzlich im Praxisalltag umsetzen? Eine Expertenkommission empfiehlt, die Leberdiagnostik nicht „on top“ zu leisten, sondern in bestehende Routinen zu integrieren – etwa in Disease-Management-Programme für Menschen mit Diabetes oder Adipositas oder in den allgemeinen Gesundheits-Check-up.

Was denkt ihr? Sollte die risikobasierte Leberdiagnostik stärker in Hausarztpraxen verankert werden – und wäre das im Praxisalltag überhaupt stemmbar?

Schreibt es uns in die Kommentare. Mehr Informationen zur Fettleber findet ihr über den Link in der Bio.

02/09/2026

Medikamente, Gel-Caps, Knopfzellen und Pflanzen: Pascal Blesik vom Giftnotruf spricht über gefährliche Vergiftungen bei Kindern, häufige Fehleinschätzungen, wichtige Notfallmaßnahmen und gibt Tipps und Präventionshinweise für die pädiatrische Praxis.

01/09/2026

Migräneprophylaxe ist nicht gleich Migräneprophylaxe.

Gerade im hausärztlichen Alltag ist es nicht immer leicht, bei den verschiedenen Optionen den Überblick zu behalten: Neben klassischen Prophylaktika gibt es inzwischen auch CGRP-gerichtete Therapien mit monoklonalen Antikörpern und Gepanten. Diese unterscheiden sich unter anderem in Wirkmechanismus, Anwendung und Zulassung.

Im Reel geben wir euch einen kompakten Überblick über die wichtigsten Unterschiede. Welche Therapie geeignet ist, hängt unter anderem von der Häufigkeit und Belastung durch die Migräne, Begleiterkrankungen, bisherigen Therapieversuchen und den Präferenzen der Patientinnen und Patienten ab.

Außerdem stellt sich die Frage, wie viele der klassischen Prophylaktika ausprobiert werden müssen, bevor man auf eine CGRP-gerichtete Therapie wechselt. Was dazu in der Leitlinie steht, ist das Eine. Das Andere ist, was von den Kassen erstattet wird. Denn auch bei der Migräneprophylaxe gilt das Wirtschaftlichkeitsgebot. Damit CGRP-Antikörper von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden, muss bislang nachgewiesen werden, dass es einen (im Falle von Erenumab) oder mehrere erfolglose Versuche mit herkömmlichen Prophylaktika gab oder eine Kontraindikation gegen diese Wirkstoffe vorliegt. Was sich in Bezug auf die Erstattung durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ändern könnte, erfahrt ihr im nächsten Reel zum Thema.

Informationen zu Migräne und zu Kopfschmerzen allgemein findet ihr auf medical-tribune.de sowie u.a. bei:
(Deutsche Hirnstiftung)de (Migräneliga e.V. Deutschland)
(Prof. Holle-Lee | Migräne-& Kopfschmerz-Expertin)
(Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Hartmut Göbel MMHM)

Bitte beachtet: Die genannten Angebote und Accounts stehen nicht in Verbindung mit diesem Beitrag. Wir empfehlen sie lediglich als weiterführende Informationsquellen – insbesondere für Betroffene.

28/08/2026

Nach 37 Jahren in der Klinik hat für den Diabetologen Prof. Thomas Haak 2025 ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Er erzählt, wie er den Übergang in den Ruhestand erlebt hat, welche neuen Aufgaben und Ziele er hat und was er Kolleginnen und Kollegen rät.

Deutsche Diabetes Gesellschaft

28/08/2026

Wie nennen sich Anästhesisten nach Feierabend? Erfahrt es in unserer Podcastfolge zum Thema Humormedizin, in der es um viel mehr als Klamauk geht. Denn eine humorvolle Grundhaltung kann den
ärztlichen Arbeitsalltag erleichtern und hilft Menschen im Umgang mit ihrer Erkrankung, erklärt die Allgemeinmedizinerin Dr. Cornelia Güth aus Offenburg. Im Podcast erzählt sie von ihrer Tätigkeit als ärztliche Leiterin am Deutschen Institut für Humor, von einer Übung, bei der man ohne Bügeleisen bügelt,
und von Galgenhumor im Praxisteam.

Reinhören lohnt sich!

28/08/2026

Hitzeschutz beginnt in der Praxis – mit einfachen Maßnahmen, die Leben schützen können.

Dr. Verena Gall () zeigt, wie es gehen kann: gekühlte Räume, Trinkwasser im Wartezimmer, Videosprechstunden, gezielte Informationen für ältere und chronisch kranke Menschen sowie regelmäßige Schulungen für Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste.

Denn die Folgen großer Hitze zeigen sich oft verzögert – etwa durch Schwindel, Kreislaufprobleme, Delirien oder Blutdruckentgleisungen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Erkrankte und Menschen mit Demenz.
Ihre wichtigste Empfehlung: Nicht auf den perfekten Plan warten. Einfach anfangen. Schritt für Schritt kann jede Praxis ihren Hitzeschutz verbessern.

Bereitet ihr eure Praxen schon auf die nächsten heißen Sommer vor?
Habt ihr in eurer Praxis schon mit Hitzeschutz begonnen? Welche Maßnahme würdet ihr gerne künftig umsetzen?

Das vollständige Video und den dazugehörigen Artikel findet ihr unter dem Link in der Bio!



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