07/09/2026
Nackenschmerz bei Migräne ist real. Er beweist aber nicht automatisch, dass die Migräne „vom Nacken kommt“.
Migräne ist eine neurologische Erkrankung. Signale aus Kopf und oberem Nacken werden im Nervensystem eng miteinander verarbeitet. Deshalb kann sich eine Migräne im Nacken bemerkbar machen, ohne dass ein blockierter Wirbel, ein instabiles Gelenk oder eine schwache Muskulatur die Ursache sein muss.
Ein neuer systematischer Review untersuchte 12 Arbeiten – darunter nur 5 randomisierte Studien. Das klarste Signal: Gezieltes Nackentraining könnte die migränebedingte Einschränkung im Alltag verbessern.
Für weniger Attacken oder eine geringere Schmerzstärke gab es dagegen keinen sicheren Nachweis. Das heißt nicht, dass Training niemandem hilft. Es heißt nur: „Nackentraining reduziert Migräne“ ist durch die bisherige Forschung nicht pauschal belegt.
Wenn zusätzlich Nackenbeschwerden oder Belastungsprobleme bestehen, kann Training dennoch ein sinnvoller Teil eines größeren Migräne-Managements sein. Ziel ist nicht, den Nacken zu „reparieren“, sondern Belastbarkeit und Vertrauen schrittweise zu erhöhen.
Wichtig: Wird eine Migräne durch bestimmte Übungen wiederholt provoziert, Intensität, Umfang oder Übung anpassen – nicht einfach durchdrücken.
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Quelle: Burus et al., Cephalalgia, 2026. DOI: 10.1177/03331024261471179
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