12/12/2019
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HUNDE IM BUDDHISMUS
Der im 5./6.Jahrhunder von Prinz Siddhartha Gautama in Indien begründete Buddhismus ist eine der großen Weltreligionen und erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit. Aber nicht nur der Mensch steht hier im Mittelpunkt, auch Tiere haben eine "heilige" Stellung im Buddhismus - auch der Hund.
In Bhutan glaubt man, dass Hunde früher einmal Menschen waren, Menschen die Fehler gemacht haben, die diese Inkarnationsstufe als Läuterung ihrer Seele brauchen. Deshalb leben die Hunde so nahe an den Menschen.
Der Hund hat eine herausragende Stellung in diesem Glauben, in vielen Regionen Asiens sprechen ihm die Buddhisten eine Seele zu und behandeln ihn ähnlich wie ein menschliches Wesen. Hunde zu töten ist ein besonderer Frevel, denn viele Anhänger des, im Himalayaraum verbreiteten, Vajarana-Buddhismus halten es auch für möglich, dass religiöse Lehrer als Hund wiedergeboren werden.
In Tibet ist diese Vorstellung besonders ausgeprägt. Hier gehören die kleinen Hunde ins Haus, die großen Hunde als Wächter vor die Tür. Die menschliche Seele kann nach der tibetischen Lebensauffassung ohne weiteres auch in einem Hund wiedergeboren werden. Tibeter empfinden es grundsätzlich als Verbrechen, ein Tier zu töten, erst recht einen Hund. Die vielen streunenden Vierbeiner werden von den Lamas für auf die Erde zurückgekehrte Mönche gesehen, die in ihrem früheren Leben ihr Gelöbnis gebrochen haben und Mitleid verdienen.
In Burma leben ebenfalls unzählige Hunde in den Klöstern mit. Die Mönche kümmern sich um die Tiere, sie geben ihnen Futter und Schutz. Daher sind diese Hunde meist ausgesprochen freundlich zu Menschen. Tiere füttern gilt als eine gute Tat, gut für das Karma. Gute Taten sind ein Plus am Konto, böse Taten ein Minus, am Ende des Lebens muss man sich vor Yama, dem Gott der Unterwelt verantworten, er entscheidet über die nächste Inkarnation. Ein Mensch der Hunde quält, hat in der buddhistischen Vorstellung, keine guten Karten, wenn es um seine Wiedergeburt geht.