31/05/2026
REIZĂśBERFLUTUNG.
Wenn mich jemand fragt, welches Symptom fĂĽr mich den Beginn der Wechseljahre am besten beschreibt, dann ist es dieses:
Plötzlich wird alles zu viel.
🔊 Menschen.
🚗 Geräusche.
đź“… Termine.
đź’ Erwartungen.
Dinge, die früher ganz normal waren, können sich auf einmal überwältigend anfühlen.
Vielleicht kennst du das auch:
Du warst immer die Frau, die alles organisiert hat, mehrere Bälle gleichzeitig in der Luft halten konnte und selbst in stressigen Zeiten funktionierte.
Und plötzlich reicht schon ein voller Terminkalender, ein lauter Raum oder eine Kleinigkeit zu viel, um dich an deine Grenzen zu bringen.
Viele Frauen beschreiben mir in meinen Beratungen genau dieses GefĂĽhl:
"Ich erkenne mich selbst nicht mehr wieder."
Die gute Nachricht ist: Du bist damit nicht allein.
In der Perimenopause verändern sich die Hormone oft schon Jahre vor der letzten Menstruation. Diese Veränderungen können unser Nervensystem empfindlicher machen. Reize werden intensiver wahrgenommen, Stress wird schlechter verarbeitet und die Belastbarkeit scheint wie weggeblasen.
Was oft als Burnout, Überforderung oder persönliches Versagen empfunden wird, hat nicht selten auch eine hormonelle Komponente.
Das bedeutet nicht, dass du dir alles einbildest.
Und es bedeutet auch nicht, dass du „schwach“ geworden bist.
Dein Körper sendet Signale, dass er andere Bedürfnisse hat als noch vor zehn oder zwanzig Jahren.
Manchmal ist der erste Schritt nicht, noch mehr zu leisten.
Sondern weniger.
Mehr Pausen.
Mehr Schlaf.
Mehr Grenzen.
Mehr SelbstfĂĽrsorge.
Und vor allem: mehr Verständnis für dich selbst.
Kennst du dieses Gefühl der Reizüberflutung? Was war bei dir das erste Anzeichen, dass sich hormonell etwas verändert hat?