06/05/2026
Als ich damals meine Yoga-Ausbildung auf Bali gemacht habe, war dieser Gedanke von Karma überall spürbar.
Nicht als großes spirituelles Konzept.
Sondern ganz leise – in der Art, wie Menschen miteinander umgegangen sind.
In kleinen Opfergaben am Morgen.
In einem bewussten Danke.
In der Ruhe, mit der vieles getan wurde.
So, als würde es wirklich einen Unterschied machen, wie du etwas tust.
So, als würde nichts, was du in die Welt gibst, einfach verschwinden, sonder einen energetischen Fingerabdruck hinterlassen
Und ich glaube, genau das ist Karma für mich heute.
Die Frage:
Aus welcher Haltung heraus lebe ich eigentlich?
Wie gehe ich mit mir selbst um, wenn niemand zusieht?
Wie spreche ich mit anderen?
Wie oft verrate ich mich selbst, nur um zu gefallen?
Wie oft sage ich ja, obwohl ich nein fühle?
Karma beginnt für mich in diesen Momenten.
In den kleinen Entscheidungen, die kaum jemand sieht – die aber trotzdem Spuren hinterlassen.
Und ich glaube, es geht dabei nicht darum, ein „braver“ oder perfekter Mensch zu sein.
Nicht darum, immer alles richtig zu machen.
Immer freundlich.
Immer angepasst.
Immer verständnisvoll.
Sondern darum, den eigenen Werten treu zu bleiben.
Auch dann, wenn es unbequem wird.
Ehrlich zu sein, obwohl man anecken könnte.
Eine Grenze zu setzen, obwohl man Angst hat, jemanden zu enttäuschen.
Nicht mitzumachen, wenn sich etwas für dich nicht richtig anfühlt.
Denn manchmal ist das Wahrhaftigste, was wir tun können, eben nicht zu gefallen.
Sondern uns selbst nicht mehr zu verlassen.
Und vielleicht ist Bewusstsein genau das:
Dich nicht dafür zu verurteilen, wenn du merkst, dass du dich verloren hast.
Sondern irgendwann innezuhalten und zu spüren:
Nein.
So möchte ich nicht mehr mit mir oder mit anderen umgehen.
Vielleicht verändert sich unser Leben nicht durch die großen Entscheidungen.
Sondern durch diese kleinen Momente,
in denen wir anfangen,
uns selbst wieder näher zu kommen.
🌈✨
Johanna