03/06/2026
„Warum schaffe ich es einfach nicht?“
Diesen Satz höre ich so oft. Von Frauen, die genau wissen, was ihnen guttun würde.
Sie wissen, wie gesunde Ernährung aussieht.
Sie wissen, dass sie mehr Pausen bräuchten.
Sie wissen, dass sie nicht immer aufopfern müssen.
Und trotzdem greifen sie abends zur Schokolade.
Sagen wieder Ja, obwohl sie Nein meinen.
Übergehen ihre eigenen Bedürfnisse.
Fühlen sich erschöpft und machen trotzdem weiter.
Nicht, weil sie undiszipliniert sind.
Nicht, weil ihnen Wissen fehlt.
Genau hier zeigt sich oft, dass Veränderung eben nicht nur im Kopf stattfindet.
Vielleicht hast du irgendwann gelernt, dass Leistung Sicherheit bedeutet.
Dass Anpassung Konflikte vermeidet.
Dass Essen Trost spendet.
Dass Funktionieren wichtiger ist als Fühlen.
Nicht bewusst.
Sondern so oft, dass dein Körper begonnen hat, diese Muster für dich zu übernehmen.
Deshalb reichen Ratschläge hier oft nicht aus.
Embodiment bedeutet für mich, wieder wahrzunehmen, was eigentlich in uns passiert.
Den Druck in der Brust, bevor du automatisch Ja sagst.
Die Unruhe im Bauch, bevor du zum Kühlschrank gehst.
Die Müdigkeit, die du seit Tagen wegschiebst.
Traumasensibles Coaching bedeutet für mich, diese Reaktionen nicht zu bewerten oder möglichst schnell loswerden zu wollen.
Sondern neugierig zu fragen:
„Was versuchst du gerade für mich zu tun?“
Denn oft sind es keine schlechten Gewohnheiten. Oft sind es alte Schutzstrategien. Strategien, die dir irgendwann geholfen haben.
Und Veränderung beginnt nicht dort, wo wir gegen sie kämpfen.
Sondern dort, wo wir erkennen: Der Teil von uns, den wir so lange loswerden wollten, hat die ganze Zeit versucht, uns zu beschützen.
Und genau in dem Moment, in dem wir das erkennen, entsteht oft etwas Neues:
Mehr Verständnis für uns selbst.
Mehr Wahlmöglichkeiten.
Und Schritt für Schritt die Freiheit, anders zu handeln als bisher. 💛
Johanna🌈