01/04/2026
Es erscheint fast schon absurd. Gesundheit wurde zur weiteren To-do Liste aus spektakulären Hacks und Trends und Bildern, Büchern, Podcasts...
Alles andere trägt nämlich nicht dazu bei:
- einen wirtschaftlichen Mehrwert zu generieren
- Aufmerksamkeit zu erzeugen
- eine besondere Leistung zu vermitteln
- selbst "besonders" zu sein
Und vermittelt unbewusst, aber sicher: Nur das Spektakuläre, was etwas kostet wirkt auch.
Was eigentlich unbewusst nur noch mehr Stress aus Anpassung erzeugt und lediglich den überkochenden Dampf an einer Stelle ruhig hält, lenkt vom Wesentlichen ab.
Ich denke: Sobald Gesundheit zur Disziplinfrage wird, ist der Kontext falsch.
Und es ist des Kontext auf dem unser Körper reagiert. Ständig. Mit der Frage "bin ich hier so sicher?".
Und da wird es unangenehm. Da verlassen Menschen die Therapie, scrollen nach den nächsten Hook, verirren sich weiter im Hamsterrad auf der Suche nach noch einer tollen Creme, einem tollen Supplement....
Selbst bei spektakulären Retreats auf einer noch tolleren Insel, stelle ich mir oft die Frage: Was davon hallt noch Wochen nach? Ja, sogar Jahre?
Ist Rückschritt dann der neue Fortschritt?
Nicht unbedingt. Wir können neue Lösungen doch dafür nutzen, genau hier zu unterstützen.
Den freien Raum, der darüber entsteht, dürfen wir für das nutzen, was verloren ging - und nicht mit noch mehr absurden Beschäftigungen.
Also Fortschritt mit einen Rückschritt aus Demut, Einfachheit, ein Staunen für die kleinen Dinge und wieder Zeit für das Wesentliche.
Was das bedeutet ist ein Prozess, eine Reise.
Das kostet echten Mut - nicht unbedingt der nächste Karriereschritt, die nächste Gründung, der nächste Kauf von Irgendwas.
Sondern sich auf diesen Prozess einzulassen.
Was denkst du dazu?